Schon seit langer Zeit hat die Wittener Stadttaubenhilfe mit Vandalen zu kämpfen. Seit Jahren setzt sich der Verein für den Schutz der Tiere ein, sorgt auch dafür, dass ihre Zahl möglichst gering bleibt. Denn die Vereinsmitglieder tauschen regelmäßig Eier gegen Attrappen aus Gips aus. Denn während die Tauben versuchen, die Blindgänger auszubrüten, legen sie keine neuen Eier. Doch für ihre Arbeit ernten die Vereinsmitglieder nicht nur Applaus. Vielmehr fühlen sie sich von vermeintlichen „Taubenhassern“ attackiert.

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Mehrfach haben sich Unbekannte an der Leiter vergangen, die unweit des Turms offen gelagert wird. Sie wird zwar mittlerweile laut Vereinsmitglied Carina Greif mit einem großen Vorhängeschloss gesichert. Doch fern hält es die Vandalen nicht. Zweimal wurde sie bereits geklaut. Nun haben Unbekannte bei der jüngsten Attacke auf den Verein drei Futterstellen beschädigt. „Die sind eigentlich im Boden verankert. Jemand muss sie mit viel Gewalt umgetreten haben“, sagt Greif. Dass es sich bei der Tat um willkürliche Sachbeschädigung handeln könnte, glaubt sie nicht.

Wittener Taubenschützerin beklagt Angriffe und ruft zu mehr Zusammenarbeit auf

„Ich glaube schon, dass es gezielt war“, sagt die Taubenschützerin. Sie glaubt, die jüngsten Berichte über Taubenkot am Wittener Rathaus könnten „Taubenhasser“ angestachelt haben. Dabei glaubt sie, dass diese Menschen und ihr Verein das gleiche Ziel verfolgen: weniger Tauben in der Innenstadt. Sie wünscht sich mehr Verständnis für die Arbeit des Vereins und, dass man gemeinsam kämpft, nicht gegeneinander. In den sozialen Medien macht der Verein deutlich, wie sehr ihn solche Attacken belasten. „Sie kosten Zeit, Kraft und Geld. Ressourcen, die wir eigentlich in unsere Arbeit investieren möchten. Wir werden den Schaden natürlich schnellstmöglich beheben.“

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Der Taubenturm wird seit 25 Jahren von Ehrenamtlichen betrieben. Er bietet den Tauben eine Brutstätte und dem Verein eine Sammelstelle, um Eier unkompliziert gegen Attrappen zu tauschen. Angestoßen wurde die Initiative von der Wittener „Taubenmutter“ Lilo Elles. Der Verein peilt derzeit eine engere Kooperation mit der Stadt Witten an. Zu einer engeren Zusammenarbeit, die der ehemalige Bürgermeister Lars König im vergangenen Jahr nach Kritik an der Taubenabwehr am Rathausgebäude angekündigt hatte, ist es bisher laut Carina Greif nicht gekommen.