Der Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark (VOHM) hat wieder das „Märkische Jahrbuch für Geschichte“ veröffentlicht. Erstmals erscheint ein Doppeljahrgang, „daher mit 518 Seiten so dick wie noch nie“, wie Geschäftsführer Hardy Priester mit einem Lächeln erzählt. Bei der Vorstellung in Witten wird schnell deutlich: Die Mitglieder haben wieder ein Werk zusammengestellt, das die lokale Geschichte in all ihrer Vielfalt beleuchtet.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wie in den Vorjahren richtet sich das Jahrbuch an ein breites Publikum. Der Verein legt großen Wert auf eine gut verständliche Sprache, so dass man kein Historiker sein muss, um den Ausführungen folgen zu können, betont Hiram Kümper, Vorsitzender des VOHM und Herausgeber des Bandes. Das Jahrbuch 2024/25 umfasst diesmal 14 Aufsätze zu Ereignissen, Persönlichkeiten und Entwicklungen aus Witten und dem märkischen Raum. Für Kümper ist das Jahrbuch ein wichtiger Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur: „Wir möchten allen Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte ihrer Stadt und Region näherbringen.“

Historischen Buch über Witten: Autoren setzen auf weites Spektrum

Der neue Doppelband zeigt einmal mehr, wie weit das thematische Spektrum reicht. Die Beiträge führen die Leser vom Mittelalter bis in die Gegenwart, vom Bergbau bis in die Zentrumspartei und von Herdecke über Wetter natürlich bis nach Witten. Besonders hervor sticht dabei der umfangreiche Text von Ralf Blank zum Luftkrieg über Witten, der neue Perspektiven auf ein prägendes Kapitel der Stadtgeschichte eröffnet.

Lesen Sie auch

Ein weiterer Beitrag stammt vom Otto-Schott-Arbeitskreis, der sich detailliert mit baulichen Zeugnissen städtischer Entwicklung in Witten auseinandersetzt. Die enge Zusammenarbeit mit externen Gruppen und Vereinen unterstreiche den Anspruch des Jahrbuchs, lokale Forschung zu bündeln und zugänglich zu machen, wie Schriftführerin Irene Rumpler formuliert.

So unterschiedlich die Themen auch sind, so gibt es doch ein Element, das alle Autorinnen und Autoren eint: „Sie brennen für ihre Forschung“, sagt Christian Brinkmann, im Verein für das Archiv zuständig.

Erstmals enthält das Jahrbuch zudem den Abschnitt „Märkische Umschau“, in der neue Literatur zur Geschichte der Grafschaft Mark, des Ruhrgebiets und angrenzender Regionen kurz vorgestellt werden. Die Auswahl reicht vom Fachbuch bis zum Kinderbuch und bietet damit einen schnellen Überblick über Neuerscheinungen, die für lokalhistorisch Interessierte spannend sein könnten.

Öffentliche Vorträge geplant

Der Geschichtsverein dankt allen Autorinnen und Autoren sowie den ehrenamtlichen Unterstützenden, die an der Entstehung des Jahrbuchs mitgewirkt haben. Das Werk ist ab sofort im örtlichen Buchhandel sowie direkt beim Verein erhältlich und kostet 25 Euro.

Luftbild, Märkisches Museum Witten und Stadtbibliothek, herbstliche Laubbäume Husemannstraße Ecke Ruhrstraße, Witten, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Der Geschichtsverein plant Vorträge im Märkischen Museum. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey

Begleitend zum Jahrbuch hat der Geschichtsverein für dieses Jahr wieder öffentliche Vorträge geplant. Sie finden jeweils donnerstags um 19 Uhr in der Strünkede-Halle des Märkischen Museums statt. Der nächste Termin ist der 12. März, wenn der Bochumer Historiker Dietmar Bleidick über die Emschergenossenschaft spricht und die Entwicklung „von der Köttelbecke zur blaugrünen Flusslandschaft“ erläutert.

Weitere Termine und Themen sind auf der Homepage des Vereins zu finden: www.vohm.de