Zusammenfassung

  • Der Wittener Saalbau plant für das kommende Jahr ein neues Kulturangebot mit einem Café im Foyer und dem „Turbo Club“ im Keller.
  • Besondere Neuerungen: Barrierefreiheit und nachhaltige Innenausstattung im Stil der 70er Jahre.
  • Bereits vor der offiziellen Eröffnung nach der Spielpause im September sind Pop-Up-Events und Ausstellungen geplant.

Im Wittener Saalbau wird zurzeit kräftig umgebaut. Der Grund: Im kommenden Jahr wird das Kulturangebot um zwei entscheidende Faktoren erweitert. In den Keller kommt ein neuer Club, der „Turbo Club“. Das Foyer im Erdgeschoss, wo die Bar zurzeit nur vor Veranstaltungen und in der Pause Getränke verkauft, soll reguläre Öffnungszeiten bekommen.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Wir wollen, dass der Saalbau zu einem Ort wird, wo man sich gerne aufhält“ sagt Joscha Denzel, künstlerischer Leiter von Wittens guter Stube. Er setzt das Projekt zusammen mit Designerin Alicja Jelen um. Die beiden hoffen, dass das Foyer bald auch unabhängig von den Veranstaltungen im Theatersaal genutzt wird - als Lernort für Studierende, für Ausstellungsbesuche oder einfach nur zum Kaffeetrinken.

Turbo Club bringt frischen Schwung in die Wittener Clubszene

Im Keller des Saalbaus, wo sich bis jetzt die Garderobe befunden hat, wird es demnächst laut. Im „Turbo Club“ sollen DJs auflegen und Partys gefeiert werden. „Wir haben in Witten eine sehr aktive DJ-Szene. Das ganze Ruhrgebiet zehrt eigentlich davon“, sagt Denzel. Im Saalbau sollen sie einen Ort bekommen, um sich künstlerisch auszuleben.

„Wir wollen gar nicht selbst alles gestalten, sondern mit den Wittenern zusammen Ideen entwickeln“, sagt der künstlerische Leiter. Im nächsten halben Jahr wird es deshalb erstmal Pop-Up-Events geben. „Wir wollen unser Awareness-Konzept testen, das Soundsystem und so weiter“, so Denzel.

Lesen Sie auch

Eine weitere Erneuerung ist das „Leitkonzept“ des Saalbaus. Gemeint sind Beschilderung und farblichen Markierungen. Zum Beispiel wird in Zukunft mehr darauf geachtet, Barrierefreiheit sichtbar zu machen. Rollstuhlrampe, Beschilderung zur barrierefreien Toilette - all das soll jetzt durch lilafarbene Schilder einfacher zu finden sein. Entwickelt wurde es von Designstudierenden der Fachhochschule Dortmund.

Nachhaltige Innenarchitektur: Club erhält Möbel aus den 70ern

Zunächst ist die neue Innenausstattung dran: Möbel für den Club, eine kleine Sitztreppe im Foyer, eine neue Bar. Verantwortlich für die Entwicklung ist Alicja Jelen vom Dortmunder Designstudio „Please Don‘t Touch“. Für sie ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. „Wir haben vieles wiederverwendet. Die Sitzmöbel im Club sind beispielsweise original aus den 70ern.“

Saalbau
Planen das neue Konzept für den Wittener Saalbau mit viel Unterstützung: Alicja Jelen (M.) und Joscha Denzel (rechts).© WAZ | Jennifer Ganster

Der Originallook des Veranstaltungsraums war für die Gestaltung generell sinnstiftend. Selbst die Schriftart erinnert an die eckige 70er-Bauweise. „Wir wollten, dass das Konzept zum Gebäude passt“ sagt Joscha Denzel. Dafür habe er sich extra mit dem Architekten des Saalbaus, Rolf Günther, getroffen. „Er erzählte, den Plan, im Foyer einen Treffpunkt für die Stadt zu schaffen, gab es damals schon.“

Bis zur Eröffnung ist es aber noch ein langer Weg. Die reguläre Öffnung für das Café und die freie Nutzung des Saalbaus sollen nach der Spielpause im September Wirklichkeit werden. Der Club soll kurze Zeit später starten.

Bis dahin gibt es aber schon eine Menge in Wittens Kulturort zu erleben. Das Team rund um die künstlerische Leitung hat mehrere Ausstellungen und Installationen geplant. Außerdem ist der Saalbau seit kurzem Residenz des Landesjugendorchesters NRW.