Nach den Stadtwerken kommen die Straßenbauer. Zwischen den zwei Baustellen war beziehungsweise ist den Anwohnern am Sonnenschein in Witten eine Pause von etwa neun Monaten vergönnt. Im Mai 2026 soll es mit der Buddelei wieder losgehen. Nachdem die neuen Leitungen nun in der Erde sind, folgt dann die eigentliche städtebauliche Maßnahme: Neue Überwege, abgesenkte Bordsteine, barrierefreie Bushaltestellen - und eine quasi neue Fahrbahn.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Für zweieinhalb Millionen Euro macht die Stadt die Straßen in dem reinen Wohnviertel schön. Mindestens 60 Prozent sind förderfähig durch das Land. Das Make-up in Beton war eigentlich schon für dieses Jahr geplant, also 2025. Aber welche Baustelle beginnt schon pünktlich oder wird rechtzeitig fertig? Nun, so düster wollen wir am Sonnenschein gar nicht malen. Beim neuen Kreisverkehr in Heven hat die Stadt ja gerade erst bewiesen, dass sie auch schnell kann. Schauen wir mal genau darauf, was in dem Quartier zwischen Innenstadt und Langendreer geplant ist.

Schlaglöcher auf dem Wittener Sonnenschein und der Almstraße

Die für Autofahrer wohl wichtigste Info: Die Schlaglochpisten Sonnenschein (zwischen Hörder Straße und Almstraße) und Almstraße (Sonnenschein-Sandstraße) bekommen eine neue Asphaltdecke. Keine Flickschusterei, verspricht die Stadt, im Gegenteil. Sie lässt den „Oberbau“ teilweise komplett erneuern.

Alle Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Vorgesehen sind eine Bordstein- und Einstiegshöhe von 18 Zentimetern. Auch das Überqueren der Straßen soll künftig einfacher und sicherer sein. Bestehende Verkehrsinseln wie im Knotenpunkt Sonnenschein/Auf dem Kamp/Schwalbenweg werden teilweise erneuert, Bordsteine abgesenkt, Einmündungen Am Borchholz, Schwalbenweg, an der Lerchenstraße, Finkenstraße, am Drosselweg, Rotkehlchenweg, Goldammerweg und Sonnenschein dafür umgebaut.

Mehr zum Thema

379er fährt dann wieder über den Kamp

Mit der Baustelle gehen teilweise Vollsperrungen einher. Die Haltestellen des 379er werden wie schon zuletzt, als die Stadtwerke neue Leitungen verlegen ließen, in die Straße „Auf dem Kamp“ verlegt. Dort entlang verläuft auch die Umleitungsstrecke für den Verkehr.

Geplant sind acht Bauabschnitte: von den Kreuzungsbereichen Hörder Straße bis Am Borchholz (Abschnitt 1), von dort bis Sonnenschein Hausnummer 67 (2), von Nr. 67 bis Finkenstraße (3), von Finkenstraße bis Drosselweg (4), von dort bis Rotkehlchenweg (5), von Rotkehlchen- bis Goldammerweg (6), von Goldammerweg bis Sonnenschein (7) und von Sonnenschein bis Auf dem Kamp (8).

Haldbseitige Straßensperrung Sonnenschein in Witten
Der Bus fährt mit Beginn der Baustelle im nächsten Mai dann wieder über die Straße „Auf dem Kamp“. © FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Neue Baustelle ab Mai 2026

Die Stadt will die Anwohner noch informieren, für die vor allem eine Frage wichtig sein dürfte: Wie lange dauert es diesmal? Die letzte Baustelle ging ein ganzes Jahr und die Leute waren teilweise auf dem Baum. Die Stadt veranschlagt sieben Monate für die Baustelle im nächsten Jahr. Das würde bedeuten: Von Mai bis November, je nach Start auch bis Jahresende, sind die Arbeiter voraussichtlich zugange.

Die jeweiligen Bauabschnitte werden voll gesperrt. An den Einmündungen bleiben sie laut Stadt aber „halbseitig befahrbar“. Die Lerchenstraße kann abschnittsweise voll gesperrt werden, ebenso wie die Straße Sonnenschein, wie es in einer Vorlage für den letzten Verkehrsausschuss heißt. Dort sprach Tiefbauamtsleiter Helmut Schotenröhr „eigentlich von Fahrbahnerneuerungen, an der Grenze zum Vollausbau“. Immerhin: Auf die Anwohner kommen keine Kosten zu.