Der Wittener Kämmerer Matthias Kleinschmidt rechnet mit rund 50 Millionen Euro aus dem 100 Milliarden schweren Sondervermögen des Bundes für Länder und Kommunen. Das sind grob geschätzte Zahlen, nachdem NRW bekanntgegeben hatte, etwa 60 Prozent des Geldes an die Städte und Gemeinden weiterreichen zu wollen.

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„Bei einer Pauschale von rund zehn Milliarden Euro wären das ungefähr 52 Millionen“, sagt der Erste Beigeordnete, „nur nach Einwohnern berechnet und das für zwölf Jahre.“ Er macht noch eine Einschränkung: „Wir wissen noch nicht genau, wie der Verteilungsschlüssel funktioniert.“

Witten flächenmäßig nicht so gut aufgestellt wie andere Städte

Eine Frage sei zum Beispiel, was an die Kreise und Landschaftsverbände geht. Kleinschmidt: „Mein Tipp ist, dass es eher etwas weniger wird.“ Zumal Witten flächenmäßig nicht so groß wie andere Städte sei. In zwei bis drei Tagen rechne er mit verlässlicheren Zahlen.

Der Verwalter klammer Kassen ist froh, dass Witten Geld bekommt, warnt aber vor zu hohen Erwartungen. „Bei zwölf Jahren sind das zirka vier Millionen pro Jahr.“ Er erinnert etwa an die Preissteigerungen in der Baubranche. „Die Spielräume für Fantasien sind sehr eng.“

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Warnt vor zu hohen Erwartungen in Sachen Sondervermögen: Kämmerer Matthias Kleinschmidt (vorne), hier mit dem scheidenden Bürgermeister Lars König und Stadtwerkechef Andreas Schumski.© Stadtwerke Witten | Stadtwerke Witten

Millionen für die Otto-Schott-Gesamtschule in Witten

Dennoch wird jeder Cent benötigt, der garantiert in Investitionen fließen soll. Vorrangig denkt der Kämmerer da an die Bildungsstruktur, zum Beispiel die neue Otto-Schott-Gesamtschule. Sie allein sei mit mehr als 70 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. Kita- und OGS-Ausbau sind weitere Stichwörter. „Keiner muss Sorge haben, dass wir das Geld nicht investieren können.“

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Matthias Kleinschmidt macht keinen Hehl daraus, „dass wir uns für die Kommunen schon etwas mehr gewünscht hätten“. Konkret nennt er statt 60 Prozent 80 Prozent von dem, was NRW aus dem Sondervermögen des Bunds bekommt. Das wären laut Kämmerer etwa 16 Milliarden für die Städte und Gemeinden gewesen. „Aber das Land hat ja auch genug zu tun.“