Blaulicht, Leiterwagen und ein Schulhof voller Kinder: Wegen eines Feueralarms im Chemieraum wurde das Albert Martmöller Gymnasium evakuiert. Rund 900 Schülerinnen und Schüler strömten auf den Schulhof - die Schulleitung in Warnweste mittendrin. Schuld war ein Experiment im Chemieraum. Schiefgelaufen ist es aber nicht.

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In der Johannisstraße stockt der Verkehr. Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr steht mitten auf der Fahrbahn. In der Winkelstraße zeigt sich ein ähnliches Bild. Während sich der Berufsverkehr um die Einsatzfahrzeuge schlängelt, ist der Schulhof bereits voller Schüler, die eben noch im Unterricht saßen. Doch was ist passiert?
AMG Witten: Brandmelder im Chemieraum gibt Alarm
„Ein Brandmelder wurde ausgelöst“, heißt es vom Wittener Feuerwehrchef, Mario Rosenkranz. Am frühen Morgen ist die Informationslage noch dünn. Doch Schulleiter Johannes Rienäcker weiß mehr. „Es ist gegen 9 Uhr passiert. Aufgelöst hat ein Alarm im Chemieraum“, sagt er. Der Raum ist Teil des neuen Fachraumtraktes, in dem seit etwa anderthalb Jahren unterrichtet wird. Auch die Brandmeldeanlage ist neu, scheint allerdings etwas zu gut zu funktionieren.
Eigentlich hätte der Alarm während des Chemieexperiments nicht auslösen sollen, so Schulleiter Rienäcker. „Bei einem Experiment mit Magnesium ist es zu einer Rauchentwicklung gekommen. Es ist aber nichts schiefgelaufen“, versichert er. Es sei nicht mehr Rauch entstanden als in einer durchschnittlichen Küche. Viel zu wenig für einen Feueralarm, geschweige denn einen Einsatz. Dennoch lobt der Schulleiter die Einsatzkräfte, das Kollegium und seine Schüler: „Wir sind total beruhigt. Die Anlage funktioniert, die Evakuierung hat geklappt und die Feuerwehr war sofort da. Besser kann es eigentlich nicht sein.“ Allerdings sei es nicht der erste übervorsichtige Alarm vor Ort.
Brandmelder falsch eingestellt: Firma soll korrigieren
„Wir müssen mit der Stadt und den Menschen, die diese Anlage einstellen, nochmal sprechen“, sagt der Schulleiter. In den Anfangszeiten seien solche Probleme normal. Gerade in Chemieräumen, in denen es häufiger laut werde oder Rauch entstehe, sei die Einstellung eine besondere Herausforderung. Nun müssen die zuständigen Fachkräfte wohl erneut ausrücken, um die Anlage anzupassen. Für die Schülerinnen und Schüler ging es nach der Entwarnung in die große Pause. Anschließend wurde der Unterricht fortgesetzt.
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