Ironie des Schicksals: Kaum meldet sich der Sommer in Witten langsam zurück, tritt die für Naherholung wie Tourismus wichtige Fähre „Hardenstein“ in den Streik. Am Sonntag meldete der Betreiber, die Wabe, einen Motorschaden – wieder einmal.

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Der Fährbetrieb wurde bereits mittags eingestellt. Einer der beiden Elektromotoren hatte sich überhitzt. „Wir geben eine Rückmeldung, sobald die Fähre wieder fährt“, sagt Wabe-Chef Mark Kohlberger. Genaueres lässt sich momentan noch nicht sagen. Die Fachfirma Dahlhaus aus Ennepetal will sich am Dienstag (5.8.) vor Ort ein Bild machen. Erst dann steht fest, wie der Schaden behoben werden kann – und wie lange die Reparatur voraussichtlich dauert.

Das Bethaus der Bergleute im Wittener Muttental ist ein beliebtes Ausflugsziel. Gäste wechseln gern mit der „Hardenstein“ ans andere Ufer.
Das Bethaus der Bergleute im Wittener Muttental ist ein beliebtes Ausflugsziel. Gäste wechseln gern mit der „Hardenstein“ ans andere Ufer.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

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Die „Hardenstein“ verkehrt zwischen dem Schleusenwärterhaus in Witten-Heven und der Burgruine Hardenstein. Sie ist beliebt bei Ausflüglern und vor allem Radfahrern auf dem Ruhrtalradweg. Bis zu 49 Personen finden pro Tour auf dem gut 15 Meter langen Schiff Platz. In diesem Jahr haben bisher schon 90.000 Personen die Gelegenheit genutzt.

Ruhr-Fähre hatte in der Vergangenheit immer wieder Motorschäden

Die Motoren haben in der Vergangenheit allerdings immer wieder Probleme gehabt. Wegen der Schäden wurde der Fahrbetrieb mehrfach zeitweilig eingestellt. Pech für die Wabe: Die „Hardenstein“ war erst im vergangenen Herbst gründlich überholt worden.

Das Schleusenwärterhaus in Witten-Heven ist ein beliebtes Ausflugsziel. Obendrein wird der Biergarten im Sommer gern für Veranstaltungen genutzt. Nebenan ist der Anleger der „Hardenstein“.
Das Schleusenwärterhaus in Witten-Heven ist ein beliebtes Ausflugsziel. Obendrein wird der Biergarten im Sommer gern für Veranstaltungen genutzt. Nebenan ist der Anleger der „Hardenstein“.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

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Alle fünf Jahre wird das Schiff auf Herz und Nieren geprüft. Das schreibt der Gesetzgeber vor. Die Arbeiten waren „ziemlich umfänglich“, hatte Wabe-Chef Kohlberger kurz vor dem Start der diesjährigen Saison gesagt. „Komplett neue Schweller“ seien eingebaut worden. Sie dienen der Stabilität und gerade dem Schutz der unteren Schiffsseite. Der Boden war in den vergangenen Jahren von Niedrigwasser ramponiert worden. Zudem hatten sich dort Muscheln angesiedelt. Der Motor gehörte allerdings nicht zum Sanierungsauftrag.

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