Die Tauben in der Wittener Innenstadt sind und bleiben ein Problem. Die „Initiative Stadttauben“ setzt sich seit Jahren dafür ein, die Population in den Griff zu bekommen. Das ist alles andere als einfach. Jetzt kommt hinzu, dass Unbekannte ihre Arbeit wohl erschweren wollen.

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In der vergangenen Woche wurde die Leiter am Taubenturm im Lutherpark gestohlen. „Es muss jemand mit massiver Gewalt vorgegangen sein. Das war kein spontaner Diebstahl“, sagt Vereinsmitglied Ramona Szymczak. Die Leiter ist mit einem Metallschloss gesichert, es wurde gewaltsam auseinandergenommen. Bereits in den vergangenen Wochen habe es immer wieder Vorfälle gegeben. So wurde mal ein Zaun umgetreten oder die Futterschale zerstört. „So massiv wie jetzt haben wir das aber noch nicht erlebt.“ Für die Arbeit der Initiative ist das ein herber Verlust.
Tauben in Witten: Initiative braucht Leiter für Eiertausch
„Wir brauchen die Leiter, um in den Turm zu kommen“, sagt die 32-Jährige. Dort tauscht die Initiative regelmäßig die Taubeneier gegen Gipsattrappen aus, um die Taubenpopulation einzudämmen. Auch an anderen Orten in der Stadt wird die Leiter eingesetzt. Da man den Eiertausch nicht lange außer Acht lassen darf, hat der Verein kurzerhand für 110 Euro eine neue Leiter angeschafft. Bei einem nicht unbedingten üppig gefüllten Konto ist das alles andere als ein Pappenstiel.

Doch lange warten, konnte der Verein nicht. „Wir müssen die Eier immer so schnell wie möglich austauschen“, sagt Szymczak. Am Taubenturm im Lutherpark funktioniert das gut.
An anderen Stellen bleiben die Vögel aber ein großes Problem. Die Expertin nennt dabei insbesondere den Bereich rund um die Stadtgalerie. Dort gibt jedoch keinen Taubenturm. Deshalb legen sie ihre Eier an anderen Orten ab – wie zum Beispiel auf Dachböden.
Tauben in Witten: Futter kostet Verein viel Geld im Monat
„Da kommen wir natürlich nur schwer hin, um die Eier auszutauschen.“ Ein weiteres Problem: das Futter. Die Tauben rund um die Stadtgalerie bekommen keine richtige Nahrung, sondern essen das, was sie auf der Straße finden. „Dadurch bekommen die Tiere Durchfall.“ Die Folge: Die City wird vollgekotet.
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Szymczak würde sich deshalb einen zweiten Taubenschlag im unteren Teil der City wünschen. „Das war auch schon ganz oft Thema in der Politik, durchgesetzt wurde aber nie etwas.“ Ansonsten würde man der Population irgendwann nicht mehr Herr werden. Aus der eigenen Tasche kann die Initiative das hingegen nicht bezahlen. „Wenn wir unsere Kosten hochrechnen, dann wird es am Ende des Jahres knapp“, so die 32-Jährige. Alleine das Futter für die Tiere koste monatlich rund 400 bis 500 Euro. Deshalb ist die Initiative auf Spenden angewiesen. Nach dem Leiterklau umso mehr.
Wer die „Initiative Stadttauben“ unterstützen will, kann unter dem Verwendungszweck „Spende Taubenturm Witten“ einen Betrag auf das folgende Konto überweisen: Stadttauben Witten e.V.; IBAN: DE12 3456 7890 1234 5678 00; BIC: GENODED1XXX.
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