• Erster Workshop zum „Fußverkehrs-Check“ in Witten
  • Es geht gerade um Kinder, Senioren und Menschen mit Handicap
  • Straßen werden bei Begehungen im September unter die Lupe genommen

Wie kann Fußgängern in Witten das Leben leichter gemacht werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Workshops zum Fußverkehrs-Check statt. Rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger versammelten sich in der Werkstadt, um gemeinsam mit Bürgermeister Lars König, Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Politik und Verbänden zu diskutieren. Am Ende des Prozesses sollen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.

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Bürgermeister Lars König appelliert an alle Teilnehmenden, sich aktiv einzubringen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Senioren sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität. „Gerade Kinder und ältere Menschen bewegen sich täglich zu Fuß – und sind dabei besonders verletzlich“, erklärt Maren Hinz von der Planersocietät, einem Dortmunder Fachbüro für Verkehrsplanung.

Wie ist es um Barrierefreiheit und Schulwegsicherheit bestellt?

An diesem Abend wurden in Gruppen zwei Routen für Begehungen diskutiert, die den Fokus auf Barrierefreiheit und Schulwegsicherheit legen. Viele Teilnehmende brachten bereits beim Auftakt persönliche Erfahrungen ein – etwa zur mangelnden Barrierefreiheit oder zu fehlenden Zebrasteifen an vielbefahrenen Straßen.

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Im September sollen diese Orte dann unter die Lupe genommen werden. Die Begehungen starten am Rathaus und führen einerseits über die Ruhr-, die Wiesen-, die Stein- und die Bahnhofstraße und andererseits durch das Umfeld der vier Schulen im Nahbereich des Rathauses. „Im Oktober folgt ein Abschluss-Workshop, bei dem konkrete Maßnahmen vorgestellt werden“, sagt Maren Hinz.

WAZ geht der Frage nach --wie fußgängerfreundlich ist die Innenstadt-- von Witten
Ein Gefahrenpunkt für Fußgängerinnen und Fußgänger kann die Überquerung der Breite Straße zwischen dem Breddegarten und der Einfahrt zum Kaufland-Parkhaus sein. Ein paar Meter weiter gibt es eine Verkehrsinsel.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Michael Scherp wohnt in der Innenstadt und geht gerne mit seinem Neffen Gino im Kinderwagen spazieren. Neben dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen den 58-Jährigen die mitunter mangelnde Breite von Gehwegen und immer wieder auch die Wurzeln von Bäumen, die für Gefahr sorgen. Er begrüßt das Projekt und hofft, „dass die Förderung durch das Land bestmöglich von der Stadt genutzt wird.“ Für die weiteren Veranstaltungen wünscht er sich eine stärkere Beteiligung, „denn attraktive Fußwege laden zum Laufen ein“, so Scherp weiter

Witten ist eine von zwölf ausgewählten Kommunen

Der erste Workshop zeigt: Die Wittener Bevölkerung ist bereit, aktiv am Wandel mitzuarbeiten, damit das Zufußgehen sicherer und attraktiver wird. „Der Fußverkehr ist schließlich der umweltfreundlichste Verkehr“, betont Maren Hinz. Für den Fußverkehrs-Check hatte sich die Stadt Witten beim NRW-Verkehrsministerium und dem Zukunftsnetz „Mobilität“ beworben. Sie wurde als eine von zwölf Kommunen in NRW ausgewählt, sagt Ulrich Hornig. Er arbeitet für eben dieses Zukunftsnetzwerk und begleitet professionell die Fußverkehrs-Checks NRW-weit – nun auch in Witten.

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