Zusammenfassung
- Patienten der geschlossenen Wittener Praxis können offenbar inzwischen ihre Akten anfordern
- KVWL-Sprecher Dr. Tillmann: „Er will die Fälle jetzt nach und nach abarbeiten“
- Das nötige Kontaktformular gibt es per E-Mail
Die unerwartete Schließung der Hausarztpraxis Pötter in Witten zum Jahresende hat immer noch Folgen. Denn über Wochen bekamen ehemalige Patienten keinen Kontakt mehr und konnten nicht einmal ihre Akten anfordern. Das hat sich nun offenbar geändert.

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Wie HNO Dr. Klaus-Peter-Tillmann am Dienstag (22.4.) in seiner Funktion als Leiter der für Witten zuständigen Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bestätigte, hat es seit Freischaltung einer neuen Mailadresse am 16. April inzwischen zahlreiche Anfragen gegeben, „am ersten Tag bereits 25“.
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Über diese Mail-Anschrift (patientendaten@poetter-medizin.de) können Patienten ein entsprechendes Formular zur Beantragung der eigenen Akte erhalten. Dr. Pötter wolle die Anfragen jetzt nach und nach abarbeiten, so Tillmann. „Er ist definitiv dabei“, so der KVWL-Sprecher, der nach eigenen Angaben „zweimal mit ihm gesprochen hat“.
Wittener KVWL-Sprecher kann Praxisschließung nicht nachvollziehen
Als noch kein (Mail-) Kontakt zustande gekommen war, hatte Tillmann in einem früheren Gespräch gegenüber der Redaktion gesagt: „Wir haben da leider wenig Einfluss. Wir können ihn nicht zwingen.“ Nur immer wieder hinweisen. In einem Gespräch habe er aber noch einmal klargemacht, dass er nun wirklich handeln müsse - auch um mögliche Klagen abzuwenden. Zur Praxisschließung sagte der KVWL-Sprecher: „Das ist alles sehr bedenklich abgelaufen - und auch nicht nachvollziehbar.“
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Man wolle die neuen Informationen nun über die Ärztliche Qualitätsgemeinschaft Witten (ÄQW) an alle hiesigen Mediziner streuen, sagte Tillmann. Damit diese sie dann an die Patientinnen und Patienten weitergeben können. Die Webseite der ehemaligen Pötter-Praxis ist schon seit Mitte November offline, am Praxis-Telefon läuft eine veraltete Bandansage.
Arzt aus Witten äußert sich nicht zu Verzögerung bei Patientenakten
Wieso sich die Herausgabe der Akten so verzögert hat, ist unbekannt. Gegenüber der KVWL gab der ehemalige Hausarzt unter anderem technische Probleme an. Für unsere Redaktion war der Mediziner zuletzt nicht zu erreichen, weder telefonisch noch schriftlich.

Ehemalige Patientinnen und Patienten können laut KVWL seit dem 16. April ihre Akten anfordern. Dazu schreibt man zunächst eine Mail an patientendaten@poetter-medizin.de mit der Bitte um Zusendung des entsprechenden Formulars. Später sollen die Akten dann per Mail versendet werden. „Herr Pötter hat mir zugesichert, umgehend mit der Bearbeitung zu beginnen“, so der Bezirksstellenleiter.
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