Zusammenfassung
- In einem Sondereinsatz hat die Oberhausener Polizei verdächtige Personen kontrolliert.
- Die Polizei will mögliche Messer-Gewalt schon im Ansatz bekämpfen.
- Mehr als jede vierte Kontrolle war ein Erfolg.
Das hat viele Bahnkunden, Stoag-Passagiere und Spaziergänger am Donnerstagabend (30. Juli) überrascht: Eine zweistellige Zahl an Polizisten am Oberhausener Hauptbahnhof zog viele Blicke auf sich. Die Beamten kontrollierten rund um das Bahnhofsgebäude und im öffentlichen Raum verdächtige Personen. Der Grund: ein großer Sondereinsatz, um mögliche Messer-Gewalt schon im Ansatz zu bekämpfen.
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Messer sind nach Aussage der Polizei zwar nur eines von zahlreichen Tatmitteln bei Gewaltdelikten. Doch: „Von Messern geht eine besondere Gefahr aus“, erläutert die Polizei. Denn schließlich seien Messer jederzeit verfügbar, man könne diese Waffe verdeckt mitführen und direkt, auch spontan, einsetzen.
154 kontrollierte Personen
Deshalb waren in einer gemeinsamen Aktion die Oberhausener Polizei, die Bundespolizei, der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Ausländerbehörde mehrere Stunden in der Innenstadt unterwegs. Der Einsatz lief unter der landesweiten Initiative zur Bekämpfung der Messer-Gewalt mit dem Slogan „#BesserohneMesser“.

Die Beamten kontrollierten nach Angaben des Polizeipräsidiums insgesamt 154 Personen. Mehr als jede vierte Kontrolle war ein Erfolg. Die Bilanz des Abends: In 41 Fällen kam es zu Festnahmen, Ingewahrsamnahmen, Anzeigen oder Platzverweisen.
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Dabei stellten die Einsatzkräfte ein Einhandmesser, ein Schlagstock und ein Reizstoffsprühgerät, etwa für Pfefferspray, sicher. Sie schrieben zwei Strafanzeigen und zwei Ordnungswidrigkeiten, weil die Personen gegen das Waffengesetz verstoßen hatten.
Polizei nahm drei Personen fest
In drei Fällen kam es zu einer Festnahme. Bei einer der drei Personen wurde ein Haftbefehl vollstreckt, einmal handelte es sich um den Handel mit Drogen. Eine Person schlug um sich: Die Polizisten nahmen sie in Gewahrsam.

Bei dem langen Sondereinsatz erteilten die Beamten 13 Platzverweise. Weitere Strafanzeigen (jeweils eine) kommen wegen Unterschlagung, Hehlerei, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hinzu.
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Außerdem nahmen die Beamten zwei Strafanzeigen auf, weil Personen gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen hatten. Neun Personen erhielten eine Ordnungswidrigkeitsanzeige, weil sie die Straßenverkehrsordnung oder die Stadtverordnung missachtet haben.

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In zwei Fällen führte die Polizei eine sogenannte „erkennungsdienstliche Behandlung“ durch. Dabei fotografiert die Polizei die Personen und legt sie in ihrer Datei ab.
Polizei verfolgt das Ziel „Sichere Innenstadt“
Die Polizei betont: „Wir werden die Bekämpfung von Messer-Gewalt weiterhin konsequent verfolgen und durch gezielte Kontrollen einen Beitrag zur Sicherheit in der Stadt leisten.“ Die Innenstadt von Oberhausen gehört ohnehin zum Kontrollschwerpunkt der Einsatzkräfte. Als die Polizei im Frühjahr die Kriminalitätsstatistik 2025 veröffentlichte, bezeichnete die Polizei die Innenstadt erstmals als „Kriminalitätsschwerpunkt“.
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In regelmäßigen Sondereinsätzen verfolgt die Behörde das Ziel „Sichere Innenstadt“. Dabei werden Verkehrsteilnehmer, Passanten und Lokale umfassend kontrolliert.







