Der Große Preis der Stadt Oberhausen im Internationalen Wettbewerb der Kurzfilmtage geht 2026 an die kroatische Produktion „Opera”. Der Film von Igor Zelić, eine experimentelle Studie über Licht, Raum und Wahrnehmung, sei eine „Ode an das Kino und das Drama des Lebens”, urteilte die Jury.

Täglich (außer Samstag)
Oberhausen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Opera” war der große Gewinner des Festivals und erhielt auch den ersten Preis des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW sowie den Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik. Der mit 8000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Sonntagabend im Oberhausener Lichtburg Filmpalast übergeben. Damit gingen die diesjährigen Kurzfilmtage vom 28. April bis 3. Mai – die zweiten unter der Leitung von Madeleine Bernstorff und Susannah Pollheim – zu Ende.
Kurzfilmtage Oberhausen: 45.000 Euro für die besten Kurzfilme
Insgesamt vergaben die Kurzfilmtage knapp 45.000 Euro an Preisgeldern. Den mit 4000 Euro dotierten Hauptpreis verlieh die Internationale Jury an den chinesischen Experimentalfilm „Hei Dong Dong (Dark Channel)“ von Yu Zhe „für die Verwandlung eines alltäglichen Raums in ein Kunstwerk durch die Macht filmischer Beobachtung“. Der Film erhielt außerdem eine lobende Erwähnung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft.
Auch interessant
Im Deutschen Wettbewerb ging der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis an Dagie Brundert für „Audry Lornacle or 14 Days in DJ’s House“. Brundert, die seit vielen Jahren mit Super 8 arbeitet, dokumentiert hier einen zweiwöchigen Aufenthalt in Derek Jarmans Cottage an der englischen Küste. „Eine vergnügte Traumnovelle, deren […] filmische Gestalt getragen wird von ihrer persönlichen Erzählung und von ihrem einmalig kreativen Umgang mit dem Filmmaterial“, urteilte die Jury.
[Jeden Mittwoch kostenlos in Ihrem Postfach: Unser Kulturnewsletter mit allem Wissenswerten rund um Bühnen, Konzerte, Ausstellungen und Literatur aus dem Ruhrgebiet. Dazu gibt‘s handgemachte Eventtipps. Hier können Sie den Kultur-Newsletter bestellen.]
Den 3sat-Nachwuchspreis im Deutschen Wettbewerb, dotiert mit 2500 Euro, gewann der in Syrien geborene Shehab Fatoum für „Catacombs“, der die Geschichte einer Flucht mit Anspielungen auf die Odyssee verarbeitet: „Ein Film, der Perspektiven verschiebt, weil sein Standpunkt wackelt. Er […] erzählt von der Unmöglichkeit einer Rückkehr in ein Davor – und erweitert damit nicht nur den Deutschen Wettbewerb, sondern auch den Blick auf Deutschland selbst“, so die Begründung der Jury.
Oberhausen: „The Garden of Edie“ gewann im NRW-Wettbewerb
Im NRW-Wettbewerb ging der mit 1000 Euro dotierte erste Preis an Miri Klischat für „The Garden of Edie“. Eine biografische Erzählung von Edie, die schon als Kind Schriftstellerin werden wollte und sich ihren Traum erfüllt – indem sie als Sexarbeiterin arbeitet. „Der mutige Bruch mit Konventionen und normierten Lebensmodellen führt zur Entdeckung der eigenen Sexualität und der eigenen Stimme“, so die Jury.
Lesen Sie auch
Die Kinderjury vergab im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb ihren mit 1000 Euro dotierten Preis an die britische Produktion „Under The Wave off Little Dragon“ von Luo Jian, die Geschichte eines chinesischstämmigen Mädchens, das in Wales lebt.
Die Auszeichnungen des MuVi-Preises wurden bereits am Samstag, 2. Mai, verliehen: Den ersten Preis erhielten Timo Schierhorn und Uwe für ihr Musikvideo „Rentrer à la maison (Anadol & Marie Klock: 2000 Euro). Mit dem Publikumspreis (500 Euro) wurden Olga Ringlep und Paula Kiermaier gekürt („All Glock No Cock“/Ildikó). red/dpa








