Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft lag Europa in Trümmern. Auch in Deutschland waren viele Menschen verarmt, obdachlos und hungerten. Zugleich erhielt die Bevölkerung aus vielen Ländern humanitäre Hilfe. Die anstehenden Kurzfilmtage (28. April bis 3. Mai) zeigen drei Dokumentationen über solche Hilfsprojekte im Ruhrgebiet.

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Die Kurzfilme in Schwarz-Weiß stammen aus den späten 1940er und frühen 1950er Jahren. Die Kinemathek im Ruhrgebiet, ein Filmarchiv mit Sitz in Duisburg, hat das Material gesammelt und aufbereitet. Paul Hofmann, der Leiter des Archivs, präsentiert die Filme am vorletzten Tag der Festspiele.
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Die Vorstellung beginnt am Samstag, 2. Mai, um 15.15 Uhr im Saal Gloria der Oberhausener Lichtburg. Tickets gibt es ab fünf Euro online auf kurzfilmtage.de.
Diese drei Filme stellt die Kinemathek vor:
„Ruhrgebiet – Notgebiet“
(Schweiz, 1947, 25 Minuten)
Etwa ein Jahr nach Kriegsende, an Pfingsten 1946, rollt ein Güterzug aus der Schweiz in Gelsenkirchen ein. Seine Ladung: Holzbaracken, Lebensmittel, wichtige Hilfsmittel zum Überleben.
Absender der „Schweizer Spende“ war das Hilfskomitee der evangelischen Kirche Basel. Es war eine der ersten internationalen Organisationen, die in Nachkriegsdeutschland halfen. Ihre Unterstützung richtete sich vor allem an Kinder.
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Auf einem Fußballplatz in Gelsenkirchen-Rotthausen richtete das Komitee das „Schweizer Dorf“ ein. Von hier aus verteilten die Helfenden warme Mahlzeiten und Kleidung an insgesamt 20.000 Kinder.
„Das kriegszerstörte Oberhausen und Einweihung des Schwedenheims am 7. September 1949“
(Österreich, 1950, 18 Minuten)
Der Kurzfilm richtet seinen Blick auf Oberhausen. Bomben und Artillerie hatten die Stadt im Krieg schwer zerstört. Das Schwedische Rote Kreuz gründete 1949 hier eines von mehreren „Schwedenheimen“. Die Dokumentation zeigt die feierliche Einweihung, an der auch Vertreter anderer Hilfsorganisationen beiwohnten.
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„Mutual Security Agency-Siedlung Bochum Gerther Heide“
(Deutschland, 1953, 30 Minuten)
Der US-amerikanische Marshallplan stellte der noch jungen Bundesrepublik in der Nachkriegszeit dringend benötigte Mittel bereit. In Bochum entstand dank der Gelder aus dem Ausland zwischen 1952 und 1954 die Mutual Security Agency (MSA)-Siedlung Gerther Heide. Die MSA verwaltete damals die Investitionen in Westdeutschland.

In die Siedlung zogen Bergleute mit ihren Familien ein. Sie lag unweit der Zechen Lothringen und Constantin. Etwa 500 Wohnungen entstanden hier unter dem Dach der Bochumer Heimstätten GmbH.
Die Dokumentation zeigt den Bau des Viertels in den Jahren 1952 und 1953.








