Zusammenfassung
- Jeder Radfahrer sollte vor der Fahrrad-Saison seinen Drahtesel gründlich kontrollieren.
- Wichtige Wartungstipps umfassen die Kontrolle der Kette, des Reifendrucks, der Bremsen und der Beleuchtung.
- Der ADAC bietet deutschlandweit eine Fahrrad-Pannenhilfe, wenn es doch mal zu einem Schaden kommen sollte.
„Diese Kette solltest du besser austauschen“, empfiehlt Andi Kaurisch. Der Radtechniker ist bei den ADAC-Fahrrad-Aktionstagen genau für solche Tipps zur Stelle. An mobilen Prüfstationen nehmen Experten vom ADAC die Zweiräder von Radfahrern gründlich unter die Lupe. Sie prüfen, wie verkehrstauglich diese sind und reparieren vor Ort auch kleinere Defekte. Wir haben das Angebot in Oberhausen genutzt und uns erklären lassen, worauf man vor der ersten Radtour achten sollte.

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Andi Kaurisch wirft einen kritischen Blick auf das Mountainbike, das wir untersuchen lassen wollen. Er zeigt, dass sich die Kette über die letzten Jahre stark abgenutzt hat. Für das Laienauge kaum feststellbar, für den Profi mit seinem Werkzeug aber schnell zu überprüfen. „Trittst du einmal zu stark in die Pedale, könnte die Kette reißen“, urteilt der 39-Jährige. Dann ölt er die Kette ein. So wird verhindert, dass sie sich weiter abnutzt.
Benötigter Reifendruck lässt sich auf den Reifen ablesen
Nächster Schritt: Die Kontrolle des Reifendrucks. Diesen sollen Radfahrer möglichst einmal im Monat kontrollieren, empfiehlt der Radexperte. Auf den Reifen steht, wie viel Bar in den Reifen gepumpt werden sollte. Ein Druckverlust von bis zu einem Bar pro Monat sei normal, erklärt Kaurisch. Danach sollte man mit der Luftpumpe Hand anlegen.

Das geschulte Auge des Radtechnikers nimmt dann die Bremsen in den Blick. Schnell fällt auf, wo die Bremsbeläge am Reifen schleifen. „Das haben wir gleich.“ Kaurisch zieht einen Schraubendreher aus der Tasche und stellt die Bremse ein. Zack – das Rad dreht sich wieder, ganz ohne nerviges Schleifgeräusch.
Radexperte klärt auf: Darum sollten sie ihr Rad regelmäßig putzen
Als Letztes prüft der Radtechniker das Licht. Rückstrahler an den Pedalen hinten und vorne sind Pflicht. Zusätzlich ist vorne mindestens ein Scheinwerfer mit weißem Licht und hinten ein weißer Rückstrahler vorgeschrieben. Hinten müssen eine rote Schlussleuchte und ein roter Rückstrahler angebracht sein. Vorne und hinten dürfen die Rückstrahler mit den Leuchten kombiniert werden. An jedem Reifen müssen reflektierende weiße Streifen oder je zwei gelbe Rückstrahler an den Speichen verbaut sein.
Wer ohne Licht oder mit defektem Licht unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro. Wird ein Unfall gebaut, müssen 35 Euro gezahlt werden.
Einen letzten Tipp hat Kaurisch noch. Die Kosmetik des Fahrrads, wie er es nennt, sollten Radler nicht vernachlässigen. „Das Fahrrad regelmäßig von Dreck und Schmutz zu befreien, ist sehr wichtig. Wo Dreck ist, entsteht Reibung. Und Reibung führt langfristig zu Verschleiß.“ Unser Check ist abgeschlossen.
Mobile Prüfstationen vom ADAC
Seit letztem Jahr tourt der ADAC mit den mobilen Prüfstationen durch die Region. In Oberhausen sollen Fahrradfreude das Angebot zukünftig mehrmals im Jahr nutzen können. Zusätzlich sind die Techniker auch auf Messen, Veranstaltungen oder Radwettkämpfen unterwegs, um die Räder wieder fit zu machen. Fahrradfahrer können einfach vorbeikommen, sie müssen keine Termine buchen. Das Angebot ist für alle kostenlos.
Erkennen die Profis größere Macken oder Defekte, raten sie zu einem Besuch in der Fahrrad-Werkstatt. Denn anders als bei Autos ist für Zweiräder kein regelmäßiger Prüftermin vorgeschrieben. „Einmal im Jahr sollte man das Fahrrad aber einem Rundum-Check unterziehen“, sagt auch Philip Frolik vom ADAC in Oberhausen.
ADAC Fahrrad-Pannenhilfe: Räder werden mit Abschleppwagen transportiert
Der ADAC in Oberhausen berät und unterstützt Kunden nicht nur bei Anliegen um ihr Auto. „Wir sind allgemein für die Mobilität zuständig“, klärt Frolik auf. Angebote für ADAC-Mitglieder richten sich auch an Radfahrer. So können Fahrradfahrer beispielsweise die ADAC Fahrrad-Pannenhilfe jederzeit rufen, wenn sie mit dem Rad liegenbleiben. „Da kommen wir auch mal mit dem großen Abschleppwagen raus, um dann ein Fahrrad zu transportieren“, so Frolik. Eine Mitgliedschaft im ADAC startet ab 54 Euro pro Jahr. In der Familienmitgliedschaft sind Kinder automatisch mit drin, diese können auch die Fahrrad-Pannenhilfe unter der 089 20 20 4000 anwählen.

Die Experten empfehlen außerdem, das Rad gegen Diebstahl zu versichern. Das geht zum Beispiel über die Hausratversicherung. Diese zahlt in der Regel nur, wenn das Fahrrad aus der Wohnung, dem geschlossenen Keller oder der abgeschlossenen Garage entwendet wurde. Wem das Rad auf der Straße oder am Bahnhof geklaut wird, den unterstützt die Hausratversicherung mit ihrem Basisschutz nicht. Auf der Internetseite informiert der ADAC umfassend über das Thema.




