• Das Mülheimer Veterinäramt hat Ponys, Ziegen und Schafe aus schlechter Haltung gerettet
  • Nun werden verantwortungsvolle Menschen gesucht, die die Tiere aufnehmen
  • Eine Shetland-Stute und zwei Wallache haben sich nach tierärztlicher Behandlung erholt, benötigen jedoch weiterhin medizinische Betreuung

Zahlreiche Tiere hat das Mülheimer Veterinäramt sicherstellen und aus schlechter Haltung befreien müssen, nachdem die Vierbeiner von ihren Besitzern über Jahre massiv vernachlässigt worden waren. Mittlerweile sind die Ponys, Ziegen und Schafe tierärztlich behandelt worden und auf dem Wege der Besserung. Weil ihre ursprünglichen Besitzer keine Tiere mehr halten dürfen, werden nun tierliebe und verantwortungsvolle Menschen gesucht, die die Vierbeiner aufnehmen. Hier stellen wir die Ponys vor:

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Am schlimmsten dran war die kleine Shetland-Stute, nachdem Mitarbeiter des Mülheimer Veterinäramtes sie aus ihrer Behausung, die kaum Stall zu nennen ist, befreit hatten. Bis auf die Knochen abgemagert und fast apathisch war die gerade mal ein Jahr alte Stute ihren Rettern begegnet. Umgehend kam das Pferdchen in eine Tierklinik und wurde aufgepäppelt. Das Pony habe sich inzwischen erholt und gewöhnt sich an ein ganz normales Pferdeleben auf einem Ponyhof außerhalb Mülheims. Dort zeigt sich die Stute kess, aufgeschlossen, menschenbezogen und unerschrocken.

Die kleine Shetland-Stute hat augenscheinlich sehr unter der schlechten Haltung gelitten. Sie war bis auf die Knochen abgemagert, als das Mülheimer Veterinäramt sie in Obhut nahm.
Die kleine Shetland-Stute hat augenscheinlich sehr unter der schlechten Haltung gelitten. Sie war bis auf die Knochen abgemagert, als das Mülheimer Veterinäramt sie in Obhut nahm.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Sichergestellte Tiere erholen sich allmählich von den Strapazen

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Da sie durch die schlechte Haltung während ihres ersten Lebensjahres Probleme mit der Leber davongetragen hat, muss die Stute zunächst noch Medikamente nehmen und unter tierärztliche Kontrolle bleiben. Wie den beiden Shetland-Wallachen, die genau wie die Stute sichergestellt worden waren, stellt Dr. Carolin Richter, Mülheims stellvertretende Amtstierärztin, in Aussicht, dass wieder ganz gesund werden kann.

Der braune Wallach wurde aus schlechter Haltung vom Mülheimer Veterinäramt befreit und möchte nun einem neuen Besitzer oder einer neuen Besitzerin mitten ins Herz galoppieren.
Der braune Wallach wurde aus schlechter Haltung vom Mülheimer Veterinäramt befreit und möchte nun einem neuen Besitzer oder einer neuen Besitzerin mitten ins Herz galoppieren.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth
Auch der gescheckte Wallach sucht ein neues Zuhause. er zeigt sich noch ein wenig zurückhaltender als sein vierbeiniger Kollege.
Auch der gescheckte Wallach sucht ein neues Zuhause. er zeigt sich noch ein wenig zurückhaltender als sein vierbeiniger Kollege.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Neben der Stute sind auch zwei vierjährige Shetlandpony-Wallache sichergestellt worden, weil sie stark verwahrlost waren. Während der eine freundlich, zutraulich und ausgeglichen ist und damit für Kinder geeignet wäre, sei der andere zwar freundlich, aber in manchen Situationen eher schüchtern und schreckhaft – er brauche eine sichere Führung, heißt es. Beide Wallache benötigten noch Erziehung, heißt es beim Mülheimer Veterinäramt. Genau wie die Stute haben die Wallache eine Leberproblematik davongetragen, die weiterhin behandelt werden muss, heißt es.

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So kann man sich als Interessent für die Tiere aus Mülheim melden

Wer den Tieren ein neues Zuhause geben will, kann sich unter Angabe seiner vollständigen Kontaktdaten per E-Mail unter veterinaeramt@muelheim-ruhr.de an das Mülheimer Veterinäramt wenden. Damit es die Vierbeiner in Zukunft – und idealerweise bis zu ihrem Lebensende – besser haben, müssen Interessenten nachweisen, dass die Tiere in ihrem neuen Zuhause „entsprechend der tierschutzrechtlichen Vorgaben art- und bedürfnisgerecht“ gehalten werden, so Richter. „Zur Überprüfung, ob diese Anforderungen erfüllt sind, wird eine amtstierärztliche Vorkontrolle erfolgen.“ Die Tiere werden gegen eine Schutzgebühr von 50 bis 200 Euro pro Tier abgegeben.