Am Freitagabend und in der Nacht haben sicher viele Gladbeckerinnen und Gladbecker den Sturm an ihren Fensterläden rütteln gehört: Sturmtief „Luise“ ist über das Stadtgebiet gezogen und hat für zahlreiche Einsätze bei der Feuerwehr gesorgt. Eine erste Bilanz.
Feuerwehr Gladbeck rückte bislang zu 20 Sturmeinsätzen aus
Von Freitagabend an – gegen 19 Uhr erfolgte der erste Sturmeinsatz in Gladbeck – bis Samstagnachmittag, ca. 15 Uhr, rückte die Feuerwehr zu 20 Einsätzen aus. Laut Feuerwehrsprecher Falco Schlüter sei es bei den Einsätzen vor allem darum gegangen, abgeknickte Äste oder Bäume zu entfernen oder entsprechende Bereiche abzusperren. Unter anderem waren die Einsatzkräfte am Freitagabend an der Schulten-, Schacht-, Hege- und Hermannstraße im Einsatz, in der Nacht und am Samstagmorgen rückten sie unter anderem zur Essener Straße und zur Herderstraße aus.
Größere Einsätze gab es laut Kenntnisstand von Schlüter am Samstag bislang nicht. „Die Einsätze kamen nicht immer alle geballt, sondern zeitversetzt rein.“ Deshalb sei es für die Wehr nicht erforderlich gewesen, weitere Kräfte hinzuziehen. Die Situation sei noch gut stemmbar gewesen.
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Zwar habe man sich kurz mit der Freiwilligen Feuerwehr abgestimmt, weil diese wegen eines Gewerbebrandes an der Redenstraße am Freitagabend zusätzlich ausgerückt war. Denn zunächst habe es geheißen, dort stünden zwei Trafos in Brand. „Auch das hat sich aber nicht bestätigt“, berichtet Schlüter, dass die die zusätzlichen Kräfte somit nicht weiter benötigt wurden.
Sturmtief verursacht NRW-weit größere Schäden
NRW-weit hat das Sturmtief in der ersten Nacht für deutlich mehr Schäden gesorgt als jene, die der Feuerwehr bislang für Gladbeck bekannt sind. In der Gemeinde Weeze am unteren Niederrhein hat der Sturm etwa ein Rotorblatt einer Windkraftanlage abgebrochen. Es stürzte auf ein Feld, verletzt wurde dabei niemand. In Bochum ist ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus gestürzt und hat dieses leicht beschädigt. Auch in Bottrop gab es größere Einsätze, ein Baum stürzte auf die A42, ein Baum im Bereich von Bahngleisen fing sogar Feuer.

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Für die nächsten Stunden erwartet die Feuerwehr Gladbeck für die Stadt weiterhin eher kleinere Einsätze. „Wir haben zwar eine Warnung bekommen, aber die Windgeschwindigkeiten sind deutlich geringer“, gab Falco Schlüter vorsichtig ein wenig Entwarnung. Es könne zwar immer noch zu Böen von rund 60 Kilometern pro Stunde kommen. Aber: „Aus persönlicher Erfahrung: Wenn das unter 100 Kilometern pro Stunde bleibt, passiert da in der Regel nicht viel“, so der Feuerwehrsprecher.
Ganz abflachen wird der erste Herbststurm für dieses Jahr aber noch nicht. In der Nacht zu Sonntag zieht nach „Luise“ Sturmtief „Manja“ heran und soll gebietsweise kräftigen Regen und Böen sowie einen weiter stürmischen Sonntag bringen.





