Zusammenfassung
- Beim DRK Gladbeck sind anonyme, schwere Vorwürfe zu Missständen bei der Tafel, etwa bei Hygiene und Verteilung, eingegangen.
- Das DRK prüft die Anschuldigungen nun unabhängig, eine Bewertung der Vorwürfe gibt es bislang nicht.
- Aus Vorsicht hat die Tafel ihren Betrieb vorzeitig eingestellt, eine Stellungnahme zu Details erfolgt erst nach Abschluss der Prüfung.
Dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Gladbeck ist ein Dossier mit schwerwiegenden Vorwürfen zugeleitet worden. Darin geht es um Missstände bei der Tafel. Das DRK veröffentlicht auf seiner Homepage eine erste Stellungnahme zu den Anschuldigungen. Zunächst hat die Tafel ihre Sommerpause vorgezogen.
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In dem anonymen Dossier geht es unter anderem um Mängel im Umgang mit gespendeten Lebensmitteln, Hygiene und Verteilung der Spenden. Im Einsatz für die Tafel sind fast ausschließlich ehrenamtliche Kräfte.
DRK Gladbeck will Vorwürfe unabhängig prüfen lassen
„Wir nehmen die darin enthaltenen Darstellungen sehr ernst. Eine unabhängige Prüfung der einzelnen Angaben hat bislang noch nicht stattgefunden. Eine inhaltliche Bewertung oder Kommentierung einzelner Vorwürfe ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, heißt es vom DRK.
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Vorstand und Geschäftsführung teilen mit, das Dossier sei nicht über die Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz, die die Organisation eingerichtet hat, eingegangen: „Unmittelbar nach Kenntniserlangung haben wir es an unsere unabhängig tätige und anwaltlich betreute Meldestelle weitergeleitet.“ Dort würden die erhobenen Anschuldigungen „unabhängig von den operativ Verantwortlichen im DRK Gladbeck ergebnisoffen ausgewertet und aufgeklärt“.
Tafel Gladbeck geht früher als geplant in die Sommerpause
„Aufgrund der Schwere mancher Anschuldigungen und um eine geordnete Prüfung zu ermöglichen“, hat das Rote Kreuz Gladbeck den gesamten Betrieb der Tafel vorsorglich bereits ab sofort, also einige Tage vor der ohnehin vorgesehenen Sommerpause, eingestellt. Die letzte reguläre Ausgabe wäre für den 23. Juli vorgesehen gewesen.
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Das DRK Gladbeck stellt klar: „Mit dieser vorsorglichen Entscheidung ist weder eine Bestätigung der erhobenen Vorwürfe noch eine Vorwegnahme der Untersuchungsergebnisse verbunden.“ Tafel-Partner, Spender und zuständige Institutionen sowie Kundschaft würden schnellstmöglich informiert.
Bis zum Abschluss der unabhängigen Prüfung will sich das DRK Gladbeck nicht zu einzelnen im Dossier enthaltenen Darstellungen äußern.



