Zusammenfassung

  • In Gladbeck läuft aktuell die Abstimmung für den Ehrenamtspreis, bei dem Projekte mit insgesamt 3000 Euro gefördert werden.
  • Vorgestellt werden sieben engagierte Initiativen, die sich etwa in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Unterstützung Bedürftiger einsetzen.
  • Die Leser können noch bis zum 6. Juni für ihre Favoriten abstimmen und erfahren im Artikel alle wichtigen Details zu den nominierten Projekten.

Bald ist es wieder soweit: RWW, WAZ und Stadt zeichnen wieder ehrenamtliches Engagement aus. Für die Ehrenamtsaktion „Menschen machen’s möglich“ hat die Lokalredaktion dazu in den vergangenen Wochen verschiedene ehrenamtliche Projekte in Gladbeck vorgestellt. In Kooperation mit der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) und der Stadt können diese Projekte im Anschluss insgesamt 3000 Euro an Fördermitteln gewinnen – dafür ist Ihre Stimme gefragt!

Hier noch einmal alle Projekte in der Übersicht:

Eltern-Café des Vereins „Sport kann mehr“ schafft Begegnungsorte

Seit fast zehn Jahren ist das Eltern-Café fester Bestandteil im Vereinsleben von „Sport kann mehr“. Während die Kinder montags und freitags an den Übungsstunden in der Turnhalle der Regenbogenschule teilnehmen, lassen die beiden Ehrenamtler Ulrike Schürer und Lothar Frömberg vor der Halle einen eigenen kleinen Treffpunkt entstehen. Dort nutzen Eltern die Zeit zum Austausch, zum Kennenlernen und zum kurzen Durchatmen im Alltag. Im Eltern-Café können sie die Zeit, während sie auf ihre Kinder warten, bei Kaffee und Gesprächen gut überbrücken. „Das Eltern-Café ist unser Herzstück. Ganz viele Generationen kommen hier zusammen: Eltern, Kinder, Übungsleiter, Senioren. Das ist ein ganz zentraler Punkt bei den Übungsstunden“, betont Vereinsvorsitzender Oliver Martin. „Es ist Wahnsinn, mit wie viel Herzblut und Engagement die Ehrenamtlichen bei unseren Übungsstunden dabei sind.“

Ehrenamtsaktion: Vorstellung des Elterncafés in der Sporthalle Regenbogenschule in Gladbeck
Ulrike Schürer und Lothar Frömberg leiten das Elterncafé des Vereins „Sport kann mehr“. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz

Hier geht es zum gesamten Artikel.

Begleithundedienst der Malteser bringt Mensch und Tier zusammen

Das ehrenamtliche Team des Malteser Hundebesuchsdienstes sorgt für besondere Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Die Teams besuchen Senioreneinrichtungen in Gladbeck, sind aber auch in einem Hospiz in Bottrop, in einem Behindertenwohnheim in Gelsenkirchen sowie in privaten Haushalten aktiv. Geleitet wird das Angebot von Andrea Tönnißen, die selbst ehrenamtlich tätig ist. Seit der Zeit nach der Corona-Pandemie, in der Besuche nicht möglich waren, setzt sie sich dafür ein, den Besuchs- und Begleitdienst mit Hund der Malteser in Gladbeck wieder aufleben zu lassen. „Seit 2023 versuchen wir, das wieder aufzubauen“, sagt sie. Aktuell sind mehrere Teams regelmäßig im Einsatz. Im Mittelpunkt steht dabei immer der direkte Kontakt zwischen Mensch und Tier. „Es geht um das seelische und körperliche Wohlbefinden, um Streicheln und Berührungen“, erklärt Tönnißen.

Ehrenamtsaktion: Malteser Besuchs- und Begleitdienst mit Hund
Heike Köhler (Hundebesitzerin, vorn links) und Andrea Tönnißen (Leiterin Hundebesuchsdienst, rechts) von den Maltesern besuchen regelmäßig Seniorenheime.© FUNKE Foto Services | Michael Korte

Hier geht es zum gesamten Artikel.

Ausbildungspaten unterstützen Jugendliche – nicht nur bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

Nach der Schule direkt ins Studium oder in eine Ausbildung wechseln, um anschließend im Berufsleben durchstarten zu können – das gelingt nicht allen Jugendlichen so problemlos. Sprachbarrieren, geringe Bildung, keine Unterstützung aus dem Elternhaus: All das können Gründe sein, warum junge Menschen Schwierigkeiten haben, Fuß in der Arbeitswelt zu fassen. Und da helfen die Ausbildungspaten. In Gladbeck sind es zwei engagierte Frauen und vier engagierte Männer, die Jugendliche dabei unterstützen, den richtigen Weg einzuschlagen. Und nicht nur das: „Wir lösen zum Teil auch Familienprobleme“, berichtet Jürgen Linau-Seifer, Lokalverantwortlicher der Ausbildungspaten in Gladbeck. Dazu gehören etwa Probleme mit dem Jobcenter oder wie zuletzt in einem Fall mit der GEZ. „Wenn wir für Jugendliche Kontakte aufnehmen, laufen wir oft offene Türen ein. Denn unser Verein hat ein gutes Renommee.“

AusbildungsPatinnen und AusbildungsPaten engagieren sich für Jugendliche. Gespräch mit Berthold Sprenger und Jürgen Linau-Seifer in Gladbeck
Jürgen Linau-Seifer und Berthold Sprenger engagieren sich als Ausbildungspaten. © FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Hier geht es zum gesamten Artikel.

Förderverein Hospizbewegung möchte ein Tageshospiz in Gladbeck schaffen

„Wir möchten Menschen im letzten Lebensabschnitt noch etwas Freude vermitteln“, sagt Theodor Blobel, Vorsitzender des Fördervereins Hospizbewegung. Daher hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, für Gladbeck ein Tageshospiz umzusetzen. Mit dem Tageshospiz soll die Lücke zwischen ambulanter Versorgung und der in Gladbeck nicht vorhandenen, stationären Betreuung geschlossen werden. „In Gladbeck gibt es weder ein stationäres Hospiz noch eine Palliativstation“, erklärt Beate Letzel, Schatzmeisterin des Fördervereins. Doch bis zu einem Tageshospiz in der Stadt ist es noch ein langer Weg. Aktuell sind die Ehrenamtlichen damit beschäftigt, einen passenden Ort und weitere Unterstützer für ihr Vorhaben zu finden. Mit dem Tageshospiz sollen aber auch Angehörige entlastet werden, die ihre erkrankten Familienmitglieder zu Hause pflegen. Und für die Erkrankten sei es sehr wichtig, mit Gleichgesinnten zu sprechen. „Sie möchten auch einfach mal darüber reden, wie es ihnen geht. Der Aufenthalt im Tageshospiz tut beiden gut: Angehörigen und Erkrankten“, sagt Petra Reinbold-Knape, Mitbegründerin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins.

Ehrenamtsaktion: Förderverein Hospizbewegung
Petra Reinbold-Knape (stellvertretende Vorsitzende), Theodor Blobel (Vorsitzender) und Beate Letzel (Schatzmeisterin) des Fördervereins Hospizbewegung möchten in Gladbeck gerne ein Tageshospiz schaffen.© FUNKE Foto Services | Michael Korte

Hier geht es zum gesamten Artikel.

Anette Gröhler brachte wohl halb Gladbeck das Schwimmen bei

Gefühlt hat sie wahrscheinlich halb Gladbeck mit dem nassen Element vertraut gemacht: Anette Gröhler gibt beim Kinderschutzbund Gladbeck die Wassergewöhnungskurse für Säuglinge und Kleinkinder. Und das seit 40 Jahren. Ans Aufhören hat die 76-Jährige in all der Zeit noch nicht einen Gedanken verschwendet. Sechs Kurse für Säuglinge, Kleinkinder sowie Jungen und Mädchen im Vorschulalter gibt sie wöchentlich für den Kinderschutzbund. Spielerisch will sie ihren Schützlingen zeigen, wie toll es ist, sich im Wasser zu tummeln. Sie liebt Kinder und ist der festen Überzeugung, dass alle Kinder schwimmen können sollten. Schon allein der Sicherheit wegen. Das ist ihre Motivation seit 40 Jahren. „Und ich bin immer noch voller Begeisterung dabei!“ Wie wichtig es ist, wirklich gut schwimmen zu können, kann die 76-Jährige gar nicht oft genug betonen: „Man sollte sich auch keinesfalls schämen, wenn man es erst in späteren Jahren lernt!“

Ehrenamtsaktion: Seit 1986 schwimmt Anette Gröhler ehrenamtlich für das Babyschwimmen und gibt Kurse für den Kinderschutzbund Gladbeck
Anette Gröhler gibt ehrenamtlich Babyschwimmkurse für den Kinderschutzbund Gladbeck. © FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Hier geht es zum gesamten Artikel.

[Gladbeck-Newsletter: hier gratis abonnieren | Folgen Sie uns auch auf Facebook und auf Instagram | Hier gibt‘s die aktuellen Gladbeck-Nachrichten einmal am Tag bei WhatsApp | Auf einen Blick: Polizei- und Feuerwehrartikel | Alle Artikel aus Gladbeck]

Der Kreativverein Vlipp unterstützt Kulturschaffende und initiiert Projekte

Der Kreativverein Vlipp e. V. aus Gladbeck belebt die Stadt mit vielfältigen Kulturprojekten. „Unser Ziel ist, zu zeigen: Gladbeck ist mehr als das Geiseldrama“, nennt Vorsitzende Maria Jost einen der Gründe, warum den insgesamt rund 30 Mitgliedern aus verschiedenen kreativen Bereichen das Engagement für „ihre“ Stadt so wichtig ist. Um lokale Kunst- und Kulturschaffende zu vernetzen und Räume für den Austausch zu schaffen, schultert der „Vlipp e. V.“ dafür vor allem eines: ein Groß an bürokratischen Aufgaben. Von Förderanträgen, bei denen der Verein lokale Kulturschaffende unterstützt, bis hin zur Organisation von eigenen kleinen und großen Veranstaltungen wie der Galerie „Kunst in der Maschinenhalle“ am 6. und 7. Juni mit über 60 Künstlerinnen und Künstlern. Zudem gibt es einen quartalsweise stattfindenden „Vlipp-Tisch“, einen Treffpunkt für Kulturinteressierte und Bürger, oder das Literaturzelt, bei dem lokale Autorinnen und Autoren ihre Werke vorstellen. Schriftführerin Stefanie Dewert: „Wir sind begeistert von unserem Verein. Man hat ein gutes Gefühl bei dem, was man da tut.“

"Vlipp e.V." in Gladbeck
Maria Jost, Stefanie Dewert und Ulrike Pollmann vom Kulturverein Vlipp beleben Gladbeck mit vielfältigen Kulturprojekten.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka

Hier geht es zum gesamten Artikel.

Die Tafel beliefert etliche Menschen mit Lebensmitteln

Rund 45 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler engagieren sich durchschnittlich bei der Gladbecker Tafel. Gemeinsam versorgen sie aktuell etwa 2600 Bedürftige. Dabei geht es längst nicht nur um Lebensmittel. Auch Kosmetika, Hygieneprodukte, Pflanzen und viele weitere Dinge finden ihren Weg zu den Menschen, die Unterstützung benötigen. An jedem Wochentag ist das DRK mit dem Tafelmobil jeweils von 14 bis 16 Uhr in einem anderen Stadtteil unterwegs: montags in Brauck, dienstags in Rentfort, mittwochs in der Stadtmitte und donnerstags in Zweckel. Jeden Freitag stehen zudem Hausbelieferungen auf dem Plan – für Menschen, die ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen können und darauf angewiesen sind, dass jemand die Lebensmittel zu ihnen nach Hause bringt. Man möchte einfach etwas Gutes weitergeben“, sagt Jennifer Bartschat, Leiterin der Tafel. Für viele Ehrenamtliche sei die Arbeit weit mehr als nur ein Ehrenamt. „Wir machen das alle wirklich gerne und von Herzen.“

Die Tafel in Gladbeck
Ehrenamtliche der Tafel versorgen etliche Menschen in Gladbeck mit Lebensmitteln. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka

Hier geht es zum gesamten Artikel.

So funktioniert die Abstimmung

Bis zum 6. Juni ist die Abstimmung geöffnet: Per E-Mail (redaktion.gladbeck-waz@funkemedien.de) oder Post (WAZ Gladbeck, Horster Straße 10, 45964 Gladbeck) können Sie darüber entscheiden, welches Projekt Ihrer Meinung nach Unterstützung verdient hat. Die Stimmen können zudem formlos auch schriftlich an der Gladbeck Info im Rathaus (Willy-Brandt-Platz) oder im Fritz-Lange-Haus (Friedrichstraße 7) abgegeben werden. Das Siegerprojekt mit den meisten Stimmen erhält 1000 Euro, die übrigen 2000 Euro werden auf die anderen Projekte verteilt. Nach Auszählung aller Stimmen findet die Preisverleihung im Rahmen des „Tags des Ehrenamtes“ am Samstag, 13. Juni, vor der Lambertikirche statt. Der Tag des Ehrenamtes wird nicht mehr, wie in den vergangenen Jahren, vor dem Rathaus gefeiert, sondern an der Horster Straße und der Lambertistraße.