Zusammenfassung
- Gladbeckerinnen und Gladbecker äußern gemischte Meinungen zur Parkplatzsituation und Verkehrspolitik im Stadtcheck der WAZ.
- Wie wollen die Parteien die Parksituation verbessern und die Mobilitätswende fördern?
- Vor der Kommunalwahl finden Sie hier die Positionen der Parteien zum Thema „Parken in Gladbeck“ im direkten Vergleich.
Beim Stadtcheck der WAZ Gladbeck haben Menschen aus der Stadt die Chance gehabt, ihre Meinung zu vielen verschiedenen Themengebieten abzugeben. Dabei wurde klar: Etliche Gladbecker erkennen viel Gutes in ihrer Heimat, vor allem wurde aber jede Menge Kritik laut.

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Im Vorfeld der Kommunalwahl hat die Redaktion die im Rat der Stadt vertretenen Parteien gebeten, Fragen zu den zwölf Themengebieten (Kommunalpolitik, Sicherheit, Sauberkeit, Nahverkehr, Parkplätze, Medizinische Versorgung, Kinderfreundlichkeit, Einkaufen, Gastronomie, Freizeit, Gemeinschaft und Integration) zu beantworten. So können sich die Wählerinnen und Wähler in Vorbereitung auf die Kommunalwahl am 14. September schnell einen Überblick über die Positionen der einzelnen Parteien verschaffen.
Die WAZ hat die Parteien zudem gebeten, sich in ihren Antworten auf 500 Zeichen zu beschränken – so können die Leser zumindest einen groben, ersten Eindruck gewinnen.
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Parken in Gladbeck: Das sagen die Parteien vor der Kommunalwahl 2025 dazu
In den kommenden Tagen und Wochen – bis zur Kommunalwahl – veröffentlicht die Redaktion die weiteren Stücke mit den Antworten der Parteien zu den einzelnen Themengebieten aus dem Stadtcheck. Heute: Parkplätze.
Die Frage lautete: „Explizit der gescheiterte Verkehrsversuch Buersche Straße hat gezeigt, dass beim Thema Parken Aspekte wie Verkehrs- und Mobilitätswende nach wie vor kaum eine Rolle spielen. Was kann Politik tun, um auch diesen Aspekt den Bürgerinnen und Bürgern näherzubringen? Und: Wie beurteilen Sie die Parksituation in der Innenstadt und in den Stadtteilen?“
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Das sind die Antworten der Parteien beziehungsweise ihrer Bürgermeisterkandidaten:
- SPD: „Der Verkehrsversuch ist gescheitert. Gleichzeitig setzen wir uns weiterhin für sichere Rad- und Fußwege ein. Der beschlossene Kompromiss an der Buerschen Straße berücksichtigt alle Interessen und wird zu Ruhe führen. Nach der Fertigstellung der Buerschen Straße ist die Parkplatzsituation in der Innenstadt ausreichend. In den Stadtteilen ist es zum Teil deutlich schwieriger. Deshalb setzen wir uns für eine Ausweitung von Anwohnerparkausweisen ein, um Parkplätze für die direkten Anwohner zu sichern.“
- CDU: „Der gescheiterte Versuch zeigt einmal mehr, dass Politik mit dem Bürger und nicht gegen den Bürger gemacht werden darf. Gladbeck ist Industriestadt und muss daher für alle Verkehrsmittel entsprechenden Raum vorhalten. Zwang ist fehl am Platze und sorgt für ablehnendes Verhalten. Die Bürger in Gladbeck brauchen freie Wahl der Verkehrsmittel. Die Parkplatzsituation ist zum Teil in Ordnung, muss aber an etlichen Stellen (Horster Straße, Wohngebiete) noch deutlich entspannter werden.“
- AfD: „Wir lehnen ideologisch motivierten Parkplatzabbau entschieden ab. Der gescheiterte Versuch an der Buerschen Straße war DAS Beispiel bürgerferner Politik. Wir fordern den Erhalt aller Stellflächen, smarte, App-gestützte Parkraumüberwachung und vor jeder größeren verkehrspolitischen Maßnahme eine verbindliche Bürgerbefragung, denn Verkehrsplanung darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden werden.“
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- Grüne: „In der Innenstadt gibt es ausreichend Parkraum – besonders in den Parkhäusern. Diese Kapazitäten müssen besser genutzt werden. Wenn mehr Menschen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus kommen, entlastet das den Parkdruck für alle, die auf das Auto angewiesen sind. Dafür wollen wir die Alternativen attraktiver machen. Die Mobilitätswende gelingt, wenn sie als Gewinn für alle erlebbar wird.“
- FDP: „Parken bleibt wichtig – wir stehen für eine verkehrsfreundliche Innenstadt mit ausreichend Parkplätzen, etwa auf der Buerschen Straße. Die Verkehrswende wird nur dann Erfolg haben, wenn sie von den Bürgerinnen und Bürgern nicht als persönlich nachteilig empfunden wird. Das kann nur mit einem attraktiven ÖPNV auch in Randzeiten und in Randgebieten gelingen. Die FDP setzt auf die Vernunft und Verantwortung von jedem Einzelnen und lehnt es ab, erwachsene Menschen zu erziehen.“
- Linke: „Die Zahl der Autos steigt, der Platz bleibt gleich – so kann das nicht weitergehen. Die Politik muss endlich sagen: Wenn wir Klimaziele ernst nehmen, lebenswerte Städte schaffen und Mobilität für alle ermöglichen wollen, darf das Auto nicht länger Vorrang haben. Dazu gehört, dass wir öffentlichen Raum neu verteilen – für Fuß- und Radverkehr, für sichere Schulwege, für Aufenthaltsqualität. Was uns fehlt, ist ein Konsens in der Frage, welches Ziel wir verfolgen: die autogerechte Stadt, mit allen Konsequenzen, oder eine neue Verteilung des öffentlichen Raums.“
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- ABI: „Der Verkehrsversuch Buersche Straße war eine vertane Chance – ohne transparente Vorbereitung und Auswertung. Ich setze auf Verkehrsversuche mit begleitender Bürgermoderation und digitale Parkraumsteuerung in der Innenstadt. Für Wohnquartiere will ich Bewohnerparkausweise und gezielte Lösungen wie Quartiersgaragen in Brauck, Rosenhügel und Zweckel prüfen.“
- BIG: „Die Parksituation in der Innenstadt ist zumutbar, soviel steht fest. Da ist eher das Langzeit-Parken ein Problem. Also, alle dort arbeitenden Menschen müssen ihr Fahrzeug ordentlich und kostengünstig abstellen können. Die Parksituation in den Stadtteilen ist teilweise katastrophal. Viele Wohnungen und Häuser, mit evtl. sogar zwei Fahrzeugen im Haushalt, auf einer Straße führt zur absoluten Parkraumminimierung. Dort benötigen wir eine starke Veränderung … aber auf ökologischer Weise.“







