Zusammenfassung
- Eine kleine Hündin wurde in Gladbeck von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Sie konnte zum Glück gerettet werden..
- Tilly, ein älterer Hund ohne Chip, wurde von den Besitzern nicht abgeholt und lebt nun glücklich in einer liebevollen Pflegestelle, wo sie sich gut eingelebt hat.
- Der Gladbecker Tierschutzverein sucht Unterstützung für seine Arbeit, um weiterhin Tieren wie Tilly helfen zu können; Spenden sind willkommen.
Mitte März ist eine kleine Hündin in Gladbeck von einem Auto angefahren worden. Sie trug eine schwere Kopfverletzung davon. Wo der Unfall genau passiert ist? Man weiß es nicht. Gefunden wurde die Hündin an der Dürerstraße in Gladbeck-Brauck. Und zu ihrem großen Glück brachten die Retter sie auch sofort zur Behandlung in eine Essener Tierklinik. Von den Besitzern fehlt bis heute jede Spur – und so hat sich das Team vom Gladbecker Tierschutzverein der Hündin angenommen. Eine traurige Geschichte, die aber den Alltag der Tierschützer ausmacht.
Über die Herkunft des Hundes kann der Tierschutzverein Gladbeck nur Vermutungen anstellen
„Ob sie irgendwo weggelaufen ist oder ausgesetzt wurde, wir wissen es nicht“, sagt Tanja Zimmer. Allerdings geht die Vermutung der Vorsitzenden des Tierschutzvereins eher in diese Richtung: „Ja, wahrscheinlich ist sie entsorgt worden.“
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Ein Post der Tierschützer auf Facebook hat auf jeden Fall bislang nicht dazu geführt, dass sich jemand gemeldet hat, der die Hündin kennt. Natürlich, so Zimmer weiter, sei es auch denkbar, dass das Tier von zuhause weggelaufen ist und dann etliche Kilometer zurückgelegt hat, bevor es zu dem Autounfall in Gladbeck kam. Und sollten die Besitzer nicht auf Facebook sein, haben sie vielleicht noch gar nicht vom Schicksal ihres Vierbeiners erfahren.

Die Hündin – sie heißt jetzt Tilly – ist nicht gechipt, und auch sonst gab es keine Hinweise, die Rückschlüsse auf ihre Menschen zugelassen haben. Aber immerhin, so traurig die Geschichte von Tilly auch klingt, immerhin hat sie ein Happy End. Stark dehydriert und mit einer großen, eitrigen Wunde an einem Auge kam die Hündin in der Tierarztklinik an. Die Wunde wurde versorgt, und auch ihr Allgemeinzustand hat sich schon verbessert, weiß Tanja Zimmer zu berichten.
Die Hündin Tilly ist ungefähr zwölf Jahre alt, schätzen die Gladbecker Tierschützer
Tilly ist auf jeden Fall eine ältere Dame, auf zwölf Jahre haben die Tierschützer sie ungefähr geschätzt. Der kleine Hund mit dem sehr hellen Fell könnte ein amerikanischer Dackel oder ein Dackel-Mix sein, so die Vermutung von Tanja Zimmer. Eine Pflegestelle für Tilly war zum Glück schnell gefunden. Eine tolle Pflegstelle übrigens. Denn sollten sich Tillys Besitzer auch weiterhin nicht melden, dann kann die kleine Hündin dort nämlich für immer bleiben.
Die Hündin fühlt sich sehr wohl auf ihrer Pflegestelle, und ab und an darf sie ihre neuen Menschen sogar zur Arbeit begleiten
Tanja Zimmer, Vorsitzende vom Gladbecker Tierschutzverein
Eingelebt hat sich Tilly auf jeden Fall nach Auskunft der Tierschützer bereits bestens. „Sie fühlt sich dort sehr wohl, und ab und an darf sie ihre neuen Menschen sogar mit zur Arbeit begleiten“, berichtet Tanja Zimmer.
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Anfangs sei Tilly noch äußerst kopfscheu gewesen. „Aber das ist ja auch verständlich; schließlich hat das Auto sie am Kopf erwischt.“ Mittlerweile lasse sie sich aber gern streicheln und lege Wert auf ihre Kuscheleinheiten. Mit anderen Hunden, auch das hat sich auf der Pflegestelle schon herausgestellt, hat Tilly nicht so viel im Sinn. Die Gesellschaft der Menschen scheint ihr da lieber zu sein.
Jetzt erhält die Hündin Tilly auf jeden Fall einen Chip, damit sie nie wieder verloren gehen kann
Was der kleine Hund zuvor bereits alles erlebt hat, es wird wohl nie ans Licht kommen. „So Geschichten sind immer traurig und für uns auch nicht ganz nachvollziehbar“, erklärt die Vorsitzende des Gladbecker Tierschutzvereins. Natürlich sei es denkbar, dass Tilly weggelaufen ist. Aber vom Gefühl her gehen die Tierschützer eher davon aus, dass da jemand die ältere Hundedame nicht mehr haben wollte.

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Auf jeden Fall soll Tilly jetzt erst einmal einen Chip erhalten, damit sie nicht noch einmal verloren gehen kann. Denn die Kennzeichnung per Mikrochip stellt sicher, dass die rechtmäßigen Besitzer des Hundes ermittelt werden können. Egal, ob der Vierbeiner entlaufen ist, gestohlen oder eben ausgesetzt wurde.
>> Der Tierschutzverein Gladbeck ist auf Spenden angewiesen
Tierschutz ist eine teure Angelegenheit. Tierarztkosten, Futter, die Unterstützung hilfsbedürftiger Tierhalter – all‘ das kostet Geld. Wer die Arbeit der Gladbecker Tierschützer unterstützen möchte: Tierschutzverein Gladbeck u. Umgebung e.V. IBAN: DE 05 424 500 40 0000 012815. Weitere Informationen: tierschutzverein-gladbeck.de.






