Die Untersuchung ist geschafft, die Diagnose steht fest – und trotzdem heißt es für manche Patienten erst einmal: weiter warten. Denn ein Bett auf der Station ist noch nicht frei. Im Marienhospital Gelsenkirchen soll sich das nun ändern. Eine neue ZNA-Station mit 20 Betten ist in Betrieb gegangen. Sie nimmt Patienten auf, deren Diagnostik in der Notaufnahme bereits abgeschlossen ist, die aber weiterhin im Krankenhaus behandelt werden müssen. Nach Angaben der Klinik sollen dadurch Wartezeiten verkürzt und die Notaufnahme entlastet werden.
Im Marienhospital Gelsenkirchen: So soll der „Exit Block“ kleiner werden
„Ziel der neuen ZNA-Station ist es, Patienten aus der Zentralen Notaufnahme noch schneller und effizienter zu verlegen und hier interdisziplinär weiter zu betreuen“, sagt Sascha Ostrowski, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin. Das Konzept sei grundsätzlich nicht neu, die bisherigen Kapazitäten der Notaufnahme hätten dafür aber nicht mehr ausgereicht.
Denn lange Wartezeiten entstehen laut Klinik unter anderem durch den sogenannten „Exit Block“: Patienten sind in der Notaufnahme bereits fertig diagnostiziert, können aber noch nicht auf eine passende Station verlegt werden. Die neue ZNA-Station soll hier als zusätzliche Zwischenstation dienen.
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Und davon soll auch der Rettungsdienst profitieren. Wenn Patienten nach abgeschlossener Diagnostik zügig aus der ZNA verlegt werden können, stehen die Behandlungsplätze dort schneller für neue Notfälle zur Verfügung. Rettungswagen sollen ihre Patienten dadurch schneller übergeben und wieder für andere Einsätze ausrücken können.

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Auch die Fachstationen sollen entlastet werden. Bei Patienten, bei denen zunächst noch nicht feststeht, welche Abteilung für die weitere Behandlung zuständig ist, muss nicht vorschnell ein Platz auf einer Fachstation belegt werden. Die neue Station ist Teil der 24-stündigen Versorgung der Zentralen Notaufnahme. Für die Pflege bedeutet sie zugleich eine stärkere Spezialisierung: Die dort eingesetzten Pflegekräfte betreuen Patienten aus der Notaufnahme und arbeiten dabei mit den verschiedenen Fachabteilungen zusammen.





