Die AfD Gelsenkirchen trauert um ihren Stadtverordneten und ihr Vorstandsmitglied Friedhelm Rikowski. Der pensionierte Verwaltungsbeamte ist jetzt im Alter von 70 Jahren verstorben.

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Rikowski war fast sein halbes Leben lang in der Gelsenkirchener Lokalpolitik aktiv. Bereits 1999 wurde er über seine damalige CDU-Mitgliedschaft Teil der Bezirksvertretung Mitte. 2004 zog er für die rechtspopulistische Pro-Bürger-Partei in den Stadtrat ein. 2009 gründete er als parteiloser Stadtverordneter die Gruppierung „Unabhängige Bürger Gelsenkirchen“, die es bei der Kommunalwahl 2014 jedoch nicht in den Rat schaffte.

Bei den Kommunalwahlen 2020 und 2025 erhielt Rikowski erneut ein Ratsmandat, dann für die AfD. Zuletzt war er unter anderem Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses.

Rikowski kandidierte für den Landtag und den Bundestag

Rikowski litt an einer Krebserkrankung, seinen Gesundheitszustand ließ sich der gebürtige Bochumer jedoch kaum anmerken. Eigentlich wollte der leidenschaftliche Jäger für die Landtagswahl 2027 im Wahlkreis 73 (Gelsenkirchen I/Recklinghausen V) kandidieren – nicht zum ersten Mal.

Rikowski galt als Konsenskandidat in der AfD. Bereits für die Landtagswahlen 2017 und 2022 wurde er aufgestellt. Auch für ein Mandat im Bundestag bewarb er sich 2025. Dabei holte er 25,5 Prozent der Stimmen und landete sechs Prozentpunkte hinter SPD-Kandidat Markus Töns.

„Wir werden Friedhelm als engagierten und kompetenten Stadtverordneten in Erinnerung behalten, der mit seinen Ideen, seinem Fachwissen und seinen zahlreichen Kontakten weit über die politischen Gremien hinaus ein wichtiger Pfeiler für unsere Fraktionsarbeit war“: Mit diesen Worten würdigte die Gelsenkirchener AfD-Fraktion ihren verstorbenen Kollegen. „Nicht zu vergessen sind seine Anekdoten, sein besonderer Humor und seine Begeisterung für die Jagd und Karate, mit denen er viele Begegnungen bereichert hat.“

Gelsenkirchens AfD-Chefin Enxhi Seli-Zacharias postete auf Instagram das letzte gemeinsame Foto von ihr und Rikowski mit den Worten: „Du warst für viele von uns ein Ratgeber, ein Freund und ein Politiker mit Weitsicht. Für mich warst Du mein engster Wegbegleiter und mein Ratgeber.“