Bis zu 2000 Menschen haben am Montagnachmittag (26. Januar) auf dem Heinrich-König-Platz in der Gelsenkirchener Innenstadt an einer pro-kurdischen Kundgebung unter dem Motto „Solidarität mit den Menschen in der Region Rojava!“ teilgenommen.

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Nach Angaben der Polizei haben sich in der Spitze rund 2000 Menschen an der Demo auf dem Heinrich-König-Platz beteiligt. Angemeldet waren 500 Teilnehmende. Die Polizei sei „mit zahlreichen Kräften“ im Einsatz gewesen. Man habe sich auf eine größere Teilnehmerzahl vorbereitet, falls noch mehr Menschen erschienen wären. Denn in benachbarten Städten seien teils deutlich mehr Menschen als ursprünglich angemeldet zu den Kundgebungen gekommen.

Gelsenkirchen: Hunderte bei Demonstration in der Innenstadt

Derzeit gehen Kurden in ganz Deutschland gegen die Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung in Syrien auf die Straße. In einer Ankündigung zur Demo in Gelsenkirchen hatte es geheißen: „Mit großer Sorge und Empörung verfolgen viele Menschen in unserer Stadt die wachsende humanitäre Katastrophe in der nordsyrischen Stadt Kobane.“

Die Stadt sei inzwischen vollständig von Truppen der syrischen Übergangsregierung unter Führung des früheren IS-Terroristen Al Jolani eingeschlossen. Zehntausende Einwohner lebten derzeit unter extremen Bedingungen, bei bitterer Kälte und ohne Zugang zu Wasser, Strom, Treibstoff und Internet.

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Kobane sei vor zwölf Jahren die erste syrische Stadt gewesen, die sich von der Herrschaft des sogenannten Islamischen Staates befreit habe, heißt es weiter. Die Stadt habe sich zu einem Symbol des kurdischen Freiheitskampfes und aller unterdrückten Völker in der Region entwickelt.

Bei der Demo in Gelsenkirchen trugen viele Menschen kurdische Flaggen. Andere hatten bedruckte Plakate dabei, diese zeigten Bilder von verletzten Menschen und Aufschriften wie „Free Kurdistan“. Laut Polizeisprecherin verlief die Demo zunächst friedlich. Später erklärte die Polizei, dass sieben Strafanzeigen gefertigt wurden, unter anderem nachdem es aus der Versammlung heraus an mehreren Stellen zu Böllerwürfen kam.

Darüber hinaus wurden ein Blumentopf sowie ein Feuerzeug und ein Aschenbecher auf begleitende Polizeibeamte geworfen. Zeitweise musste der Aufzug von der Polizei gestoppt werden, weil sich einzelne Personen innerhalb der Versammlung vermummt hatten. Auf Ansprache der Polizei wurde die Vermummung abgelegt, sodass der Aufzug fortgesetzt konnte.