Dieser Einsatz war wohl selbst für abgehärtete Kräfte der Müllabfuhr besonders eklig: Am Montag sind die Wirtschaftsbetriebe Duisburg auf die Überreste eines geschlachteten Schafs gestoßen – in wild entsorgten Säcken am PCC-Stadion in Homberg.

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Zunächst wurde den WBD nur eine wilde Kippe an der Rheindeichstraße gemeldet, wie die Pressestelle bestätigt. Mitarbeiter rückten aus und fanden schließlich drei Müllsäcke am Stadion des VfB Homberg. Als sie sie öffneten, sahen sie „stark zerschnittene Reste eines Tiers, das aussah wie ein Schaf“, erklärt Sprecherin Silke Kersken.
Wirtschaftsbetriebe finden Schlachtreste eines Schafs in Duisburg
Die Meldung klang wohl zuerst nach Alltagsgeschäft, denn Müll wird in vielen Teilen der Stadt illegal entsorgt. Vor allem in dicht bewohnten Siedlungen stellen Menschen zum Beispiel Abfall neben Tonnen oder Sperrmüll in die Natur. Doch der Inhalt der Säcke macht den Fall außergewöhnlich.
Vergleichbare Funde aus der jüngeren Vergangenheit sind den Wirtschaftsbetrieben nicht bekannt. Silke Kersken sagt dazu: „Die Kollegen können sich nicht daran erinnern, so etwas je schon mal in Duisburg gefunden zu haben.“
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Gerücht kursierte schon am Sonntag durch die sozialen Medien
Am Sonntag machte bereits in den sozialen Medien das Gerücht die Runde, in Hochheide sei ein Schafs- oder Lammkadaver gefunden worden, der „seit mehreren Tagen im Gebüsch gelegen haben soll“. Dabei stellen Nutzer auch einen Zusammenhang zum islamischen Opferfest in den Raum, das wenige Tage zuvor begonnen hatte.
Die Wirtschaftsbetriebe korrigieren den Fundort, können aber nicht sagen, wie lange die Säcke am Stadion lagen. Sie hätten bereits stark gestunken – das sei angesichts des warmen Wetters am Wochenende aber schon nach kurzer Zeit möglich.

Außerdem hat das Unternehmen keine Erkenntnisse dazu, wer die Schlachtabfälle dort hingebracht haben könnte. „In diesem Fall ist die Verfolgung praktisch ausgeschlossen, weil die Säcke bereits entsorgt sind.“ Polizei, Veterinär- oder Ordnungsamt seien am Einsatz nicht beteiligt gewesen. Entsprechend gibt es keine Hinweise darauf, dass die Tierreste mit dem islamischen Fest zusammenhängen könnten.
Zum Opferfest wird traditionell ein Schaf, eine Ziege oder ein anderes Nutztier geschlachtet und das Fleisch mit Familie, Freunden und Bedürftigen geteilt. In Deutschland dürfen solche Schlachtungen allerdings nur unter den geltenden tierschutz- und lebensmittelrechtlichen Vorschriften erfolgen.
Diese Folgen drohen bei illegaler Müllentsorgung
Wer Müllsäcke einfach in der Landschaft oder auf öffentlichen Flächen abstellt, begeht in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld bestraft werden kann.
Für Schlachtabfälle und andere tierische Nebenprodukte gelten darüber hinaus besondere Vorschriften – sie müssen fachgerecht entsorgt werden. Je nach Einzelfall drohen hohe Bußgelder von bis zu 100.000 Euro, bei Gefährdungen von Menschen oder Tieren sogar strafrechtliche Folgen.





