„Man kann schon erahnen, wie schön das hier wird“, sagt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link an Bord der Gerhard Mercator. Gemeint ist allerdings nicht das Schiff, sondern der neue Anleger im Kultushafen, an dem es liegt. 72 Meter ist der lang, 70 Tonnen schwer, knallblau und nun fertiggestellt. Schiffe bis zu einer Länge von 80 Metern können hier in Zukunft anlegen. Es ist einer von vielen „Meilensteinen“ im Rheinpark, wie die Duisburger Wirtschaftsbetriebe sagen.

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Der Rheinpark wird weiterhin für die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA) schick gemacht, zu der in Duisburg und dem gesamten Ruhrgebiet ab dem 23. April im kommenden Jahr hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet werden. Geplant ist, dass diese per Schiff am neuen Anleger und damit direkt am Ausstellungsgelände ankommen. „Der neue Schiffsanleger wird den Rheinpark als wichtigen Standort der Internationalen Gartenausstellung 2027 bereichern. Gleichzeitig öffnet er unsere Stadt noch stärker zum Rhein“, sagt Sören Link.

Neuer Anleger im Duisburger Kultushafen: Was passiert nach der IGA?

Auch Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA, lobt Duisburg: „Wichtig ist, dass sich jede Stadt anstrengt und ihr Bestes gibt. Das passiert hier ganz vorbildlich.“ Für Faas ist der Standort Duisburg vielversprechend, er hat bereits Erfahrungen bei Bundesgartenschauen in anderen Städten gesammelt: „Am erfolgreichsten waren immer die Gartenschauen am Wasser. Das ist etwas, das die Menschen unglaublich begeistert. Und im Kultushafen kann man wirklich direkt ans Wasser gehen.“

Die Gerhard-Mercator legt im Kultushafen am Rheinpark an
Die Gerhard-Mercator legt am neuen Anleger im Duisburger Kultushafen an. Im Bild von links: Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA, Sebastian Beck, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe, Oberbürgermeister Sören Link und Lars Nennhaus, Duisport-Vorstand.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Er sieht die IGA als große touristische Chance für Duisburg: „Aus unseren Besucherumfragen ging hervor, dass 80 Prozent auch nach einer Gartenausstellung in die Gastgeberstadt wiederkommen möchten.“ So könne der Kultushafen in Zukunft als touristische Attraktion dienen und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen in der Stadt verbessern.

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Auch Lars Nennhaus, Vorstand von Duisport, ist sich sicher, dass der Anleger langfristig genutzt wird. Ziel sei es, den Steiger auch über die IGA hinaus als attraktive Anlegestelle zu etablieren und so den Rheinpark Duisburg dauerhaft vom Wasser aus erreichbar zu machen. Rund elf Millionen Euro kostet die Umgestaltung des Kultushafen, finanziert wird das Projekt zu 90 Prozent aus Fördermitteln.

Die Gerhard-Mercator legt im Kultushafen am Rheinpark an
Noch ist der Kultushafen eine Baustelle. Bis zur IGA 2027 soll er fertig sein.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Fertig ist der Kultushafen mit dem neuen Anleger aber noch lange nicht. Es wird weiter fleißig gebuddelt und gebaut. In Seecontainern sollen eine neue Gastronomie, ein Rosengarten, und der „Zukunftsgarten“, die Hauptattraktion der IGA entstehen. Das alles braucht seine Zeit.

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