Lisa Asante (25) aus Duisburg hat die Chance, sich in der TV-Show „The Voice of Germany“ am Freitag, 5. Dezember, ab 20.15 Uhr live bei Sat.1 für das Finale zu qualifizieren. „Ich bin aufgeregt“, gesteht die Frau, die mit ihrer besonderen, aggressiven Gesangstechnik für reichlich Furore gesorgt und sich in der Show Spitznamen „Death Metal-Queen“ erworben hat. Im Gespräch mit der Redaktion hat die angehende Lehrerin darüber gesprochen und außerdem tiefe Einblicke in ihr Privatleben gewährt.

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Aufgewachsen ist die Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers in Meiderich. Sie hat vier Geschwister: Jasmin (41), Anja (39), Jerome (27) und Lea, die ihre Zwillingsschwester ist. Nach dem Tod ihrer Mutter Ute zieht Lisa im Alter von 22 Jahren mit Lea in eine gemeinsame Wohnung in Hamborn. Dort am Abtei-Gymnasium hatte Lisa Asante 2018 ihr bilinguales Abitur gebaut – Note 1,6. Ihre Leistungskurse: Physik und Englisch.
The Voice of Germany: Lisa Asante (25) growlt in Metal-Bands und will Lehrerin werden
„Physik begeistert mich bis heute, weil man damit im Grunde alle Phänomene erklären kann“, erklärt die Duisburgerin. „Und seit der siebten Klasse will ich Physik-Lehrerin werden.“ So studiert sie nach dem Abi konsequenterweise Physik und Technik auf Lehramt für die Sekundarstufe I und II an der Uni in Essen. Im kommenden Mai soll‘s ins Referendariat gehen – unabhängig davon, wie „The Voice of Germany“ für die sympathische 25-Jährige ausgeht.
Lisa Asante war in der Jugend im Kugelstoßen erfolgreich
Lisa Asante war in der Jugend eine erfolgreiche Leichtathletin – zunächst im Alter zwischen sieben und 13 Jahren als Dreikämpferin beim MSV Duisburg.
Danach wechselte sie zu Eintracht Duisburg und konzentrierte sich auf die Wurfdisziplinen. Vor allem im Kugelstoßen trumpfte sie auf und qualifizierte sich für die Nordrhein- und NRW-Meisterschaften.
Mittlerweile ist Lisa Asante wieder Mitglied beim MSV Duisburg zurückgekehrt – allerdings kein aktives mehr, wie die 25-Jährige erzählt.
Zur Musik ist sie durch ihren Vater Wilbersorce (59) gekommen, den alle nur Willy nennen. Als Kind bekommt sie von ihm zusammen mit ihrer Schwester Lea sowie ihrem Bruder Jerome ein Keyboard geschenkt. „Das habe ich heute noch“, erzählt Lisa Asante. „Ich kann ein bisschen Klavier und Gitarre spielen.“
In ihrer ersten Band „Black Bullets“ in Ruhrort ist sie mit 15 als Gitarristin im Einsatz. „Wir haben ein bisschen Crossover gemacht und im Kinderzimmer von Dominique, unserem Schlagzeuger, geprobt.“ Ihre Stimme bringt die Duisburgerin dann als Sopran im Schulchor am Abteigymnasium in Hamborn zur Geltung. Außerdem hat sie dort Auftritte mit der Schulband, spielt Gitarre, singt – alles von Rock, Pop bis Heavy-Metal.
Die härtere Gangart schlägt Lisa Asante endgültig nach dem Abi in mehreren Bands ein. Metalcore ist aktuell bei „Heads of Hydra“ angesagt und seit 2025 New Metal mit „Displit“. „Da geht‘s auf unseren Konzerten zur Sache“, erzählt die 25-Jährige mit einem Schmunzeln.

Wer sie in der Show „The Voice of Germany“ gesehen hat, weiß, wovon sie redet. Nach einer erfolgreichen Bewerbung, angeregt durch Schwester Jasmin, überrascht Lisa Asante in den „Blind Auditions“ mit einer ganz besonderen Version des Disney-Hits „Let It Go“ aus dem Film „Frozen“ (Die Eiskönigin). Aus der Ballade wird ein Death-Metal-Feuerwerk. „Jemand aus der Redaktion der Show hatte die Idee, gerade diesen Song dafür auszuwählen“, erzählt die 25-Jährige.
Im Halbfinale singt Lisa „Breaking The Habit“ von Linkin Park
Die Resonanz ist enorm. Alle Coaches sind begeistert und drücken auf die roten Buzzer. Die Duisburgerin hat damit die Auswahl und entscheidet sich am Ende für Michi und Smudo von den „Fantastischen Vier“. Auch die Zuschauer im Fernsehstudio und an den Bildschirmen toben. „Nach meinem ersten Auftritt habe ich sogar Nachrichten aus Indonesien und Brasilien bekommen“, erzählt Lisa Asante, die nie Gesangsunterricht hatte, immer noch etwas ungläubig.
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Das sogenannte Growling, das wie ein lautes, tiefes Knurren klingt, wird im weiteren Verlauf der Show zu ihrem Markenzeichen. Im Halbfinale singt sie den Song „Breaking The Habit“ von Linkin Park. Und es würde die Zuschauer sehr verwundern, wenn dabei nicht wieder die Post abgeht.
Lisa Asante mag – bescheiden und bodenständig, wie sie ist – trotzdem nicht so recht an einen Einzug ins Finale glauben. Aber wer weiß: Vielleicht sorgt die Death-Metal-Queen ja für einen Überraschungscoup.





