Der neue Duisburger Stadtrat hat sich am Montag zu seiner konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl am 28. September getroffen.
Beim ersten Zusammentreffen in der neuen Ratsperiode war die Wahl der ehrenamtlichen Bürgermeister der wichtigste Punkt einer kurzen Tagesordnung.
Breite Ratsmehrheit verhindert in Duisburg einen AfD-Bürgermeister
Nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Stellvertreter wird Oberbürgermeister Sören Link künftig haben. Das hatte der alte Rat noch beschlossen in seiner letzten Sitzung am 13. Oktober. Auf gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen, FDP und Junges Duisburg wurde da die Hauptsatzung der Stadt entsprechend geändert. Über die Zahl der OB-Stellvertreter entscheidet der Rat, mindestens zwei müssen es sein.
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Anlass der Reduzierung ist das Wahlergebnis: Bei drei Stellvertretern wäre die Wahl eines Bürgermeisters der AfD in geheimer Wahl möglich gewesen, die nunmehr mit 22 Sitzen (10 in der vergangenen Ratsperiode) im Stadtparlament vertreten ist. Das wollten die Antragsteller verhindern. Durch die Reduzierung „wollen wir sicherstellen, dass Duisburg nur durch demokratische Repräsentanten vertreten wird“, hatte Bruno Sagurna, alter und neuer SPD-Fraktionschef, den Antrag begründet.
OB-Stellvertreterinnen: Gemeinsame Liste von SPD und CDU
Am Montag präsentierten Sozial- und Christdemokraten eine gemeinsame Liste mit den bisherigen Amtsträgerinnen Edeltraud Klabuhn (SPD) und Sylvia Linn (CDU). Für sie stimmten 79 der 104 Ratsmitglieder. Die breite Unterstützung hatten die anderen Fraktionen im Vorfeld der Ratssitzung zugesagt. Der AfD-Kandidat Alan Imamura bekam 22 Stimmen. Eine von 104 Stimmen war ungültig, es gab eine Enthaltung und eine Nein-Stimme.

Edeltraud Klabuhn ist bereits seit Februar 2022 als erste Bürgermeisterin im Amt. Gewählt wurde die 73-Jährige nach dem Tod des langjährigen Amtsinhabers Manfred Osenger. Sie war nach 15 Jahren die erste Frau auf dieser Position. Ihre Fraktion hatte sie zuvor für eine erneute Kandidatur nominiert. Vor ihrem beruflichen Ruhestand war Klabuhn als Stadtteil-Managerin in Bruckhausen und Marxloh tätig.
Mercatorhalle bleibt Sitzungsort, Ratssaal zu klein
Sylvia Linn ist seit Juni 2024 ehrenamtliche Bürgermeisterin. Sie war dem verstorbenen Volker Mosblech nachgefolgt. Bei der OB-Wahl im September war Linn für die CDU gegen Sören Link angetreten, hatte dort aber nur 14,45 Prozent der Stimmen bekommen. Die politische Karriere der Kauffrau und Betriebswirtin begann in der Bezirksvertretung Rheinhausen, zweimal unterlag sie als CDU-Landtagskandidatin im Stadtwesten gegen Rainer Bischoff (SPD). Dem Rat gehört die Friemersheimerin seit 2010 an.
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Zur nächsten Sitzung trifft sich der Rat bereits am Montag, 17. November (12 Uhr, Mercatorhalle) zur Besetzung der Fachausschüsse, Aufsichtsräte und weiterer Gremien. Die inhaltliche Arbeit beginnt am Montag, 1. Dezember (15 Uhr) ebenfalls in der Mercatorhalle, die Sitzungsort bleibt. Ausweichstandort, in dem der Riesenrat Platz findet, bleibt die Schauinsland-Arena.




