Wenn die Fahrgäste im Duisburger Hauptbahnhof kommende Woche nach 14 Monaten wieder die Bahnsteige 3 und 4 betreten dürfen, werden sie das erste Mal einen Großteil der neuen Gleishalle am Stück erleben: Unter den hohen schwungvollen Decken können sie den Blick über die vier modernisierten Bahnsteige hinweg schweifen lassen, noch weiter hinaus durch die Glasfassade nach Neudorf. Erst jetzt wirken die Wellen des Dachs als Gesamtkunstwerk, kommt die neue Luftigkeit in der lichtdurchfluteten Halle zur Geltung.

Ehrengäste und Mitarbeitende der Bahn schwärmten am Freitag bei der Baustellenbesichtigung also nachvollziehbar. Der Konzern hatte sie zur Halbzeit der sechsjährigen Bauarbeiten eingeladen. Ihre Kundschaft kann die Bahn zum Bergfest auf ihrer größten Stationsbaustelle in NRW mit der Freigabe der Gleise 5 bis 9 am Montagabend beschenken (zum Extra-Bericht).

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„Es wird heller, komfortabler und freundlicher. Schon jetzt ist klar: Wir bauen hier einen der schönsten Bahnhöfe Deutschlands“, sagte am Freitag in Duisburg Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO. „Aus architektonischer Sicht spielt Duisburg künftig in einer Liga mit Berlin.“

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Duisburger Hauptbahnhof: Modernisierung ohne Verzögerungen oder Unfälle

Reisende fühlten sich schon jetzt „deutlich wohler“, so das Ergebnis von Befragungen, berichtete Thieme. Dafür sorgten auch die vielen Verbesserungen für die Fahrgäste, etwa die 42 neuen Monitore an den Bahnsteigen. Duisburg werde einer der „Zukunftsbahnhöfe, mit denen wir immer mehr Menschen dazu bewegen wollen, mit der klimafreundlichen Bahn zu reisen“.

Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).
Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung). © FUNKE Foto Services | Daniel Attia

Beim Umbau in Duisburg ist die Bahn so planmäßig unterwegs, wie man es auf der Strecke oft vermisst. Der Umbau im laufenden Betrieb ist auch nach drei Jahren im Zeitplan, bestätigt Anke Goldbaum-Adam, die bei der Modernisierung mit Iljan Seiler in der Projektleitung für DB InfraGO verantwortlich ist. Es habe seit dem Baustart im Sommer 2022 keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten gegeben, keine Unfälle, auch von Bombenfunden blieb die Baustelle verschont.

Hbf Duisburg: Vom „Lost Place“ zu „Deutschlands schönstem Bahnhof“

Zum Start der Bauarbeiten im Duisburger Hauptbahnhof im August 2022 wurde die brüchige Glasfassade mit dem Gaffer-Tape abgerissen.
Zum Start der Bauarbeiten im Duisburger Hauptbahnhof im August 2022 wurde die brüchige Glasfassade mit dem Gaffer-Tape abgerissen. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof.
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof. © WAZ | Photo: Andreas Mangen
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus.
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Service | Hans Blossey
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau.
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . .
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . . © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
. . . erlangte Kult-Status.
. . . erlangte Kult-Status. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . .
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft.
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft. © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden.
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden. © FUNKE Foto Services | Tanja Pickartz
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung.
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung. © Deutsche Bahn
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die  fertige Gleishalle aussehen soll.
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die fertige Gleishalle aussehen soll. © DB Station & Service AG | DB Station & Service AG
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . .
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann:
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann: © Deutsche Bahn
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen.
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land  und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert.
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut.
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“.
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert. © FUNKE Foto Services | Martin Möller
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen. © WAZ | Philipp Wahl
Die Gleishalle Ende September 2022.
Die Gleishalle Ende September 2022. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet.
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter.
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter. © WAZ | Philipp Wahl
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit  Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig.
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet.
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet. © WAZ | Philipp Wahl
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . .
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . . © WAZ | Philipp Wahl
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet.
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet. © WAZ | Philipp Wahl
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © WAZ | Philipp Wahl
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig.
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Hauptbahnhof Duisburg: Essener Dächer
Das lag laut Bahn nicht daran, dass das Flachdach immer noch nicht verkleidet ist. Fahrgäste blicken den gesamten Fußweg lang auf Holz, auf die Dach- und Querbalken unter dem Dach. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik?
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik? © WAZ | Philipp Wahl
Umbau des Hauptbahnhofs in Duisburg
Der Stand der Umbauarbeiten im März 2024.  © Deutsche Bahn AG / DB | Deutsche Bahn AG / DB
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade.
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Die Baustelle im Juli 2024.
Die Baustelle im Juli 2024. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur).
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur). © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten.
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs.
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger.
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt.
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung). © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe. © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe. © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Gleisaufbau Duisburger Hauptbahnhof Stand Oktober 2025
Am 13. Oktober 2025 werden die Gleise 5 bis 9 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Hälfte der Bauarbeiten ist erledigt, vier der sechs Bahnsteige sind mit dem Wellendach überdacht. © Denise Ohms Funkegrafik NRW | Denise Ohms
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen - dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert.
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen - dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert. © WAZ | pw

Am vor drei Jahren vorgestellten Fahrplan für die Großbaustelle habe sich darum nichts geändert: 2028 soll die Gleishalle komplett fertig sein. Die nächsten Bauphasen: Ab Dienstag, 14. Oktober, arbeiten die Bauteams über den Gleisen 9 und 10. Bis Januar 2026 soll dort das neue Hallendach entstehen – die „Zwischenwelle“, die das (zurzeit noch zweigeteilte) Wellendach verbindet.

Denn auch alle Gleisanlagen werden überdacht. Das wäre nicht möglich gewesen, als die alte Halle in den 1930er-Jahren gebaut wurde: „Sonst hätte der Dampf der Loks nicht abziehen können“, erklärt Klaus Oberheim. Mit Blick auf die neue Halle jubilierte der Bahnhofsmanager: „Früher habe ich hier Schrott verwaltet, und jetzt . . . schauen Sie sich das an: Es sieht großartig aus!“

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Bleiben die Flachdächer unverkleidet?

Zum Baustart hatte Oberbürgermeister Sören Link gesagt, „dass hier vielleicht Deutschlands schönster Bahnhof entsteht“, jetzt fühlt er sich bestätigt: „Schön, hell und anmutig“ sei die Gleishalle, „man wird von der Architektur nicht erschlagen“. Es gebe kaum noch Beschwerden über den Bahnhof und die Einschränkungen durch die Baustelle: „Offensichtlich hat man hier vieles richtig gemacht.“

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Er freue sich nun darauf, dass Hunderttausende Besucher der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 „hier ankommen, am Tor zum Ruhrgebiet und zum Niederrhein“, so Link. Der OB verwies auf den parallel von der Stadt erneuerten Bahnhofsvorplatz im Osten der Gleishalle: „Es ist traumhaft schön geworden.“

Weiterhin unklar ist nach Angaben der Bahn, ob die Unterseiten der Flachdächer nördlich der Gleishalle („Essener Dächer“) unverkleidet und die Holzbalken darunter sichtbar bleiben. Die Rohbau-Optik steht im starken Kontrast zur schicken Welle. Ob dieser Zustand finanzielle oder bauliche Gründe hat, dazu machte ein Bahnsprecher keine Angaben.

[Großbaustelle und Verkehrsknotenpunkt, Geschäftspassage und Einsatzort der Bundespolizei: Auf unserer Themenseite finden Sie Artikel über den Duisburger Hauptbahnhof.]

>> 260 Millionen Euro: Duisburger Welle nicht teurer als eckiges Dach

  • Bislang mussten 50.000 Tonnen Schutt von allen Bahnsteigen aus dem Bahnhof geschafft werden, etwa 4000 Lkw-Ladungen. Auch dafür waren bis zum Sommer vier Kräne aufgebaut, seither werden nur noch zwei benötigt.
  • Die Bauteams haben außerdem 740 Tonnen Stahl des alten Bahnhofsdachs abgebaut. Das neue Wellendach hat eine Gesamtfläche von 18.600 Quadratmetern.
  • 2016 hatte die Bahn ursprünglich 100 Millionen Euro für die Duisburger Welle veranschlagt. 2019 hatte sie aber mitteilen müssen, dass auch die zweite Ausschreibung gescheitert war: Niemand wollte zum vorgegebenen Preis bauen.
  • Nach dem Baustart bezifferte die DB die Kosten auf 260 Millionen Euro für Bahn, Bund und Land NRW. Die Wellenkonstruktion sei nicht teurer als eine einfache eckige Lösung.