„Wenn man sich in Deutschland mal umschaut, gibt es viele erfolgreiche Sommerkinos“, sagt Filmforum-Geschäftsführer Michael Beckmann, „aber eben auch ehemalig erfolgreiche Sommerkinos“. In diese Reihe gehört das Stadtwerke-Sommerkino im Duisburger Landschaftspark ausdrücklich nicht, das untermauerten die Macher einen Tag nach dem Finale der Spielzeit 2025 mit eindrucksvollen Zahlen – wie erwartet, möchte man fast schon sagen.
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41.295 Karten für die 44 Filmnächte gingen über die digitale Ladentheke, bei einer maximalen Kapazität von 46.847 Plätzen bedeutet das eine Auslastung von 88,15 Prozent – 2024 belief sich die Auslastung auf 87,22 Prozent, oder 41.139 verkaufte Tickets.
Stadtwerke-Sommerkino in Duisburg: Ausgerechnet ein Film enttäuscht
Der „Lieblingsregisseur“ des Sommerkinos ist und bleibt Sönke Wortmann, nicht nur, weil er auch in diesem Jahr mal wieder zu Gast war: „Kein Regisseur wird im Sommerkino öfter gespielt, Sönke Wortmann liegt sogar vor Steven Spielberg“, lächelt Beckmann, sein Film „Der Spitzname“ war in diesem Jahr auch der Publikumsliebling.
Mit 2900 verkauften Karten für drei (ausverkaufte) Vorstellungen kamen aber auch die Duisburger Philharmoniker und ihre Vertonung von Charlie Chaplins „Moderne Zeiten“ ausgesprochen gut an – Enttäuschungen gab es trotzdem. „Nosferatu“ und „Beetlejuice Beetlejuice“ blieben jeweils unter 50 Prozent der maximalen Kapazität, am schwächsten besucht war aber überraschenderweise „Ein Minecraft Film“. „In den Kinos war das der stärkste Film dieses Jahr“, wundert sich Michael Beckmann.
Beliebter Biergarten wird sich 2026 verändern
Eine Premiere wurde im Landschaftspark aber auch abseits der Leinwand gefeiert, erstmals öffnete der „König Pilsener“-Biergarten, Strandhütten für die Gastronomen ersetzten die altgedienten Zelte. „Die Hütten anzuschaffen“, erinnert sich Landschaftspark-Chef Frank Jebavy, „war eine große Investition, eine sechsstellige. In den Jahren zuvor haben wir allerdings auch erhebliche Summen für die Anmietung der Zelte ausgegeben.“

Dafür kam der Biergarten aber auch gut an – mit Abzügen in der B-Note. „Die Schlangenbildung vor den Gastro-Ständen war ein Thema“, sagt Jebavy, „und das wird es auch im nächsten Jahr bleiben.“ Denn gerade an Tagen mit mäßigem Wetter kommen die Besucher erfahrungsgemäß wesentlich später ins Industriedenkmal, und wollen dann entsprechend alle gleichzeitig was zwischen die Kiemen haben. Außerdem: Mehr als die aktuellen acht Gastronomen vor die Gießhalle zu stellen, ist keine wirkliche Option, denn die wollen auch auf ihren Umsatz kommen – je mehr Stände, desto weiter verteilt sich das Geld.
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Eine kleine Änderung am Biergartenkonzept wird es 2026 aber wohl doch geben. Wenn die Filme laufen, machten sich Menschen ohne Kinokarte gerne einen lauschigen Abend im Biergarten, 50 bis 100 waren es pro Abend, so die Schätzung. Wenn das Bier schmeckte, konnte der Lärmpegel der guten Stimmung mitunter die Kinobesucher in den hinteren Reihen nerven. „Wir schauen, dass wir das im kommenden Jahr mit anderer Möblierung verhindern“, sagt Frank Jebavy.






