Das Ruhrorter Hafenfest bekommt zum ersten Mal eine Drohnenshow (wir berichteten). Sie soll das Highlight des Fests werden – neben dem Gastauftritt von 1990er-Ikone „Blümchen“ am Sonntag natürlich. Nach dem Feuerwerk am Freitagabend, steigen am Samstagabend die kleinen leuchtende Flugobjekte auf, um Bilder an den Duisburger Himmel zu malen. Verantwortlich für das Spektakel ist die Firma „Flying Stars“, die schon bei der Extraschicht die Besucher am Innenhafen begeisterte. Die Vorbereitungen laufen bereits.

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Bilder, Schriftzüge, Logos – vieles ist möglich, wenn die Designer der „Flying Stars“ loslegen und die verschiedenen Motive zu Musik entwickeln. Angefangen hat alles während Corona-Zeiten. Das Team aus dem Ruhrgebiet, das seinen Firmensitz auf Zollverein hat, war beeindruckt, welche Drohnenshows seinerzeit in Asien gezeigt wurden. Also schmiedeten sie Pläne, ähnliches auch in Deutschland anzubieten.
Ruhrorter Hafenfest: 250 Drohnen malen Bilder in den Himmel über Duisburg
In Frankreich fanden sie die passenden Drohnen. Doch dann brauchten sie auch noch entsprechende Genehmigungen vom Luftfahrt-Bundesamt. Es dauerte insgesamt ein Jahr, bis die Flugobjekte starten konnten.

Die „Flying Stars“-Programmierer entwickeln die Bilder mit einer 3D-Animationssoftware am Computer. Jede Drohne wird als Punkt dargestellt. Zusammen ergeben sie dann das entsprechende Motiv. Das Programm legt die Flugbahn fest und achtet auch auf die nötigen Abstände. Die Drohnen selbst haben keine Entfernungssensoren – sie wissen also nur, wo sie selbst gerade sind.
Klassisches Feuerwerk und Drohnenshows kann man nicht miteinander vergleichen. Sie stellen eine innovative Alternative dar und sind für viele eine komplett neue Erfahrung.“
Erwin Wilms und sein Team haben die Firma „Flying Stars“ zu Corona-Zeiten gegründet.
Der erste Auftrag war ein 60. Geburtstag. Schnell wurden allerdings auch Firmen und Festivals auf sie aufmerksam. „Klassisches Feuerwerk und Drohnenshows kann man nicht miteinander vergleichen. Sie stellen eine innovative Alternative dar und sind für viele eine komplett neue Erfahrung. Die Shows sind leise und verursachen keinen Müll“, erklärt Erwin Wilms. Außerdem produzierten sie keine Emissionen und seien stressfreier für Tiere, weil sie ohne Knallgeräusche auskommen.
Essener Team ist mittlerweile in ganz Europa unterwegs
Für einen Autohersteller waren die „Flying Stars“ beispielsweise über dem Wolfgangssee in Österreich unterwegs, um die 50-jährige Geschichte eines seiner Modelle an den Himmel zu zeichnen. „Viele starten erst einmal mit kleinen Shows und wollen dann beim nächsten Mal größere Inszenierungen“, weiß Wilms. Das Firmen-Motto lautet: „Wir gestalten dein Stück Himmel. Einzigartig.“

Mittlerweile reisen sie durch ganz Europa, waren in der vergangenen Woche etwa in Schweden unterwegs. Mindestens 50 Objekte schicken sie nach nach oben. Über Ruhrort werden rund 250 kreisen. Startpunkt ist die Mercatorinsel. Was genau gezeigt wird, bleibt noch ein Geheimnis, aber so viel dürfte sicher sein: „Duisburg ist echt“, der Schriftzug vom Sponsor „Duisport“ oder auch ein leuchtendes Boot werden wohl dabei sein.
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„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die Drohnenshow als besonderes Highlight zum 30. Hafenfest bieten zu können. Das ging aber nur mit zusätzlichen Sponsorengeldern“, erklärt Alexander Klomparend, Sprecher von Duisburg Kontor.
Einen Tipp hat Wilms noch für alle, die gerne fotografieren wollen. „Mit einem Weitwinkel bekommt man gute Bilder hin.“ Wer sich am Leinpfad postiert, hat die beste Aussicht. Rund zwölf Minuten wird die Show dauern.





