„Er ist ein Kulturermöglicher, ein Trüffelschwein für Fördertöpfe, Netzwerker und saß bei der ersten Hafenjam 2012 selbst am Schlagzeug“. Barbara Wedekind ist voll des Lobes. Sie hält die Laudation auf Heiner Heseding. Der ist jüngst für sein Wirken in Ruhrort mit der Ehrennadel des Bezirks Homberg/Ruhrort/Baerl ausgezeichnet worden. „Sein Engagement hat Ruhrort zu einem lebendigen und inspirierenden Ort für Kreative und Bewohner gleichermaßen gemacht“, befindet die Jury.
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„Verdient“ kommentieren auch viele andere Ruhrorter, für die das „Plus am Neumarkt“ längst zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt im Hafenstadtteil geworden ist. Seit 2014 ist er Moderator des Kreativquartiers. Entdeckt hat er den Stadtteil schon viel eher. Als Jugendlicher machte er bei einem Gitarrenkurs in der Christengemeinde mit. Zwar saß er später doch lieber hinter dem Schlagzeug, aber der Gemeinde ist er etwa als „Zivi“ treu geblieben. „Ruhrort ist meine Jugendliebe“, bekennt der 65-Jährige.
Der Mann aus dem Duisburger Süden ist Ruhrorter ehrenhalber
Die Bezirkspolitiker würdigen ihn als prägende Persönlichkeit im Kreativquartier: „Mit innovativen Projekten wie Schaufensterausstellungen, Pop-up-Shops und dem Piratensender ,PRFN‘ schafft er immer wieder neue Plattformen für Kunst und Kultur. Sein Engagement hat Ruhrort zu einem lebendigen und inspirierenden Ort für Kreative und Bewohner gleichermaßen gemacht.“
Oberbürgermeister Sören Link betonte bei seiner Ansprache die Wichtigkeit des Ehrenamts für die Stadt und stellte heraus, dass die Geehrten lebendige Beispiele für die Stärke der Gemeinschaft und das Potential des ehrenamtlichen Engagements im Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl sind. Bezirksbürgermeister Bosch bekräftigte, dass die Verleihung der Ehrennadel ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung sei. Neben Heseding wurde auch Sibille Weyand vom Steinschen Hof geehrt.
„Das Besondere an Ruhrort sind die Ruhrorter“
Für Heiner Heseding ist es übrigens die zweite Auszeichnung innerhalb kurzer Zeit. Jüngst hatte Heseding auch schon eine Urkunde vom Bürgerverein Ruhrort bekommen. „Ich weiß auch nicht, was gerade los ist“, sagt er lächeln und zuckt mit den Schultern. Er strebt jedenfalls nicht an, in Rente zu gehen. „Das Besondere an Ruhrort sind die Ruhrorter.“
Er will weiter so präsent bleiben, dass man ihn gut und gerne für einen Ruhrorter halten könnte. Stimmt aber nicht, er pendelt aus Huckingen ein. Das stört aber keinen. „Immer wenn ich über den neuen Brückenzug fahre, habe ich das Gefühl von Heimat.“