2200 Anwohnerinnen und Anwohner mussten am Sonntagmorgen für die Sprengung des Weißen Riesen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Das Duisburger Bürger- und Ordnungsamt war dafür mit 150 Kräften im Einsatz. Die trafen dabei auch auf fünf Problemfälle.

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„Der gesamte Einsatz ist wirklich gut gelaufen“, bilanzierte Ordnungsamtschef Frank van Staa am Mittag. Die meisten der betroffenen Bewohner der Siedlung hätten sich gut verhalten. Was auffiel: Gerade im Problem-Hochhaus Ottostraße 58-64 verließen viele Familien schon früh am Morgen ihr Zuhause.

Evakuierung in Duisburg-Hochheide: Staatsanwaltschaft ordnet Wohnungsdurchsuchung an

Es gab jedoch auch Negativbeispiele: An der Kirchstraße und eben an der Ottostraße 58-64 verschanzten sich insgesamt vier Bewohner in zwei Wohnungen. Wie vorher angekündigt, zog die Einsatzleitung die Staatsanwaltschaft hinzu, die Wohnungsdurchsuchungen anordnete.

Die Evakuierung in Duisburg-Hochheide war für das Duisburger Ordnungsamt ein Großeinsatz.
Die Evakuierung in Duisburg-Hochheide war für das Duisburger Ordnungsamt ein Großeinsatz.© FUNKE Foto Services | André Hirtz

Neben einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro droht drei der vier Verweigerer weiterer Ärger: Sie stehen im Verdacht, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Mit einem Strafverfahren wird sich wohl ein Mann auseinandersetzen müssen, der körperlichen Widerstand gegen die Ordnungsamtsmitarbeiter leistete.

Auch im bekannten Problem-Hochhaus Ottostraße 58-64 trafen die Einsatzkräfte auf einen schwierigen Fall.
Auch im bekannten Problem-Hochhaus Ottostraße 58-64 trafen die Einsatzkräfte auf einen schwierigen Fall.© FUNKE Foto Services | André Hirtz

Damit jedoch noch nicht genug: Bußgelder erwarten 16 Piloten, die illegal mit ihren Drohnen in der Sicherheitszone filmen wollten. Außerdem schleppte ein Unternehmen 36 Autos ab, die im Halteverbot standen.

Bereits Wochen im Vorfeld hatte die Stadt intensiv über die Evakuierung, die Straßensperrungen und die Halteverbote informiert.