Neben der Traumzeit ist es das vielleicht bedeutendste Kultur-Event der Stadt: Duisburg steht die Extraschicht ins Haus. Die lange Nacht der Industriekultur steigt am Samstag, 28. Juni, in diesem Jahr auch wieder an den drei bekannten Spielorten im Stadtrevier. Nachdem der Innenhafen 2024 mit der „Sonderschicht“ sein eigenes Süppchen gekocht hat, gesellt sich die Hafenpromenade nun wieder zum Landschaftspark und dem Lehmbruck-Museum. Wir stellen das Programm, sortiert nach den Locations, vor.
Die Extraschicht im Landschaftspark Duisburg
Das mit Abstand umfangreichste Programm in Duisburg geht im alten Hüttenwerk in Meiderich über die Bühne(n) – und zwar sowohl für Besucher mit Ticket als auch für die ohne (mehr dazu in der Infobox am Ende des Textes). Zwischen 19 und 21 Uhr zieht der begnadete Akkordeonist Heinz Hox als „Walking Act“ durch das Industriedenkmal, auf der Bühne im Kirschhain spielen der uruguayische Indie-Folk-Sänger Felipe Baldomir (18 bis 18.50 Uhr), der finnische Banjospieler „Slack Bird“ (20 bis 20.50 Uhr), die deutsche Sängerin Phyllis (22 bis 22.50 Uhr) und die alten Traumzeit-Bekannten Botticelli Baby aus Essen (0.15 bis 1.15 Uhr).
Über dem Hochofencarree zeigt um 19, 21.40 und 23.50 Uhr der Slackliner Friedi Kühne in 50 Metern Höhe seine Balancekünste, das Bencha-Theater führt am „Krokodil“ am Bunkervorplatz von 23 bis 23.25 Uhr seine Seilakrobatik vor. In der Bunkergalerie kann von 18 bis 2 Uhr die Ausstellung „Ikonen des Ruhrgebiets“ von Fotograf Frank Hohmann bewundert werden, von 18 bis 23 Uhr gießen ehemalige Mitarbeiter des Hüttenwerks vor dem Besucherzentrum Medaillen und von 18 bis 23 Uhr gewährt das TauchRevier Gasometer Einblicke ins größte Tauchsportzentrum Europas.
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Nur mit Ticket kommt man in die Gießhalle, die Kraftzentrale und die Gebläsehalle. In der Gießhalle tritt von 19 bis 19.50 Uhr die Berliner Komikerin Anissa Loucif auf, von 21 bis 21.50 Uhr folgt die beliebte Band „Wildes Holz“ mit Gitarre, Kontrabass und Blockflöte, den Abschluss macht Comedian Simon Stäblein von 23.30 bis 0.20 Uhr.
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In der Kraftzentrale steht von 18 bis 2 Uhr die „Lange Nacht des Klaviers“ an, bestritten von Klavierstudenten der Folkwang-Universität unter der Leitung des Duisburger Pianisten Kai Schumacher. Optisch aufgemotzt wird die Kraftzentrale durch die „Giant Dandelions“ von Olivia d‘Aboville: riesige, leuchtende Gänseblümchen aus 3000 recycelten Wasserflaschen. In der Gebläsehalle können Besucher eine Fotostrecke vom Ende der Produktion im Hüttenwerk bis hin zum Landschaftspark in seiner heutigen Form bewundern.

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Ebenfalls nur mit Extraschicht-Ticket kann man zwischen 18 und 22.15 Uhr an den Führungen „Weg des Eisens“ teilnehmen, auf dem Hochofen 5 erklären ehemalige Hüttenwerker, was dort früher eigentlich vor sich ging. Für die Führung muss man sich zuvor im Besucherzentrum anmelden, der sonst öffentlich zugängliche Hochofen 5 ist für die Extraschicht gesperrt, kann also nur im Rahmen der Führung betreten werden.
Die Extraschicht im Duisburger Innenhafen
Der Comebacker Innenhafen schreibt sich für die Extraschicht das Credo „Classic meets Electro“ auf die Fahnen. Im Ludwigforum liefern DJs die Beats für die richtige Club-Atmosphäre, auf der Ponton-Brücke spielt die klassische Musik die erste Geige. Ab 18 Uhr und bis 2 Uhr gibt es im Ludwigforum verschiedene DJ-Sets.
Auf der Ponton-Brücke spielen „The Twiolins“ (20.30 Uhr), Lenzin (Schlagzeug und Alphorn, 21.30 Uhr) und Loop Trigger (Live-Looping mit Cello, Synthesizer und Beatboxing, 22.30 Uhr). Ein Feuerwerk um Mitternacht gibt es zwar nicht – der Himmel wird um 0 Uhr aber trotzdem bunt, dank der Lasershow „Midnight Illumination“. Den ganzen Abend präsentieren außerdem Künstler ihre Werke entlang der Promenade, die „City of Play“ der FISU-Games ist zu Gast und es starten regelmäßig Führungen zur Architektur im Innenhafen. Nur für letztere braucht man ein Extraschicht-Ticket, alle anderen Programmpunkte sind kostenfrei.
Die Extraschicht im Lehmbruck-Museum
Das Museum im Kantpark verbindet seine aktuelle Ausstellung mit besonderen Events für die Extraschicht. Ab 18 Uhr startet alle 30 Minuten eine Führung durch die Ausstellung „Mechanik und Menschlichkeit“ mit Werken von Eva Aeppli und Jean Tinguely. Ab 18.30 Uhr werden die Besucher alle 60 Minuten mit Pop-up-Konzerten im ganzen Haus überrascht, um 22 Uhr taucht Laurenz Theinert die Wände des Museums mit seiner Lichtperformance in bunte Farben. Zutritt haben nur Gäste mit Extraschicht-Ticket, für 15 Euro gibt es auch Eintrittskarten im Museum selbst – die sind dann allerdings auch nur für das Lehmbruck gültig, nicht für andere Extraschicht-Spielorte.
>> EXTRASCHICHT IN DUISBURG UND IM RUHRGEBIET: HIER GIBT ES TICKETS
- Das Extraschicht-Ticket kostet 22 Euro (ermäßigt 17 Euro), es kann entweder im Internet unter extraschicht.de oder telefonisch unter 01806 18 16 50 bestellt werden. Im Internet gibt es außerdem eine Liste mit Verkaufsstellen.
- Das Ticket gilt für alle 35 Spielorte in 18 Städten zwischen Moers im Westen und Hamm im Osten.
- Wer ein Ticket hat, kann außerdem die Extraschicht-Shuttlebusse (15- und 30-Minuten-Takt) am Veranstaltungstag und am Folgetag nutzen.
- Mit inbegriffen ist außerdem freie Fahrt im ÖPNV (VRR und Teilraum Ruhr-Lippe im Westfalentarif, 2. Klasse) am Veranstaltungstag und bis 7 Uhr am Folgetag.
- Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt






