Am Duisburger Hauptbahnhof einen Fremden anzulächeln, birgt ohne Zweifel eine Gefahr. Nämlich, dass der sich mit seiner Faust revanchiert. Aber trotzdem, der Gedanke ist schön, und jetzt auch verschriftlicht an einem Stellwerk auf dem alten Güterbahnhofsgelände. Pendlern aus oder in südlicher Richtung ist der Schriftzug sicherlich schon aufgefallen: „Smile At A Stranger“. Was soll das denn?
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Das, was alle Kunst zu schaffen hofft: Die Gedanken ankurbeln, den Geist das Gesehene mal ordentlich erörtern lassen. Denn „Smile At A Stranger“ ist Teil eines Kunstprojekts, der „City of Play“. Das wiederum ist das künstlerische Begleitprojekt zu den FISU-Games, den Welthochschulspielen, die vom 16. bis zum 27. Juli unter anderem in Duisburg stattfinden.
„Smile At A Stranger“: Duisburger Slogan hat Geschwister in anderen Ruhrgebietsstädten
Der Duisburger Schriftzug hat in Mülheim einen prominenten Bruder, „To Watch With Eyes Unclouded“ prangt dort an einem der markanten City-Hochhäuser. Hinter beiden Sprüchen – und hinter einem, der bald am Essener Gildehof zu sehen sein soll – steckt das Künstler-Netzwerk „Trans Urban“, eine NRW-weite Plattform für urbane Kunst.
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Zur „City of Play“ gehört zum Beispiel auch der Sportcampus, der auf dem Duisburger König-Heinrich-Platz errichtet wird. Dort können Besucher Sportarten selbst ausprobieren, Profis beim Spielen zuschauen und Vorträgen lauschen. Ganz besonders aufsehenerregend ist aber die Umgestaltung des Opernplatzes, direkt vor dem Theater: Hier wird für die Dauer der Spiele ein Schwimmbecken aufgebaut. Jeden Morgen können Duisburger Frühaufsteher dort ihre Bahnen ziehen. Und sicherlich den ein oder anderen Fremden anlächeln. Mal ehrlich, selbst in einem Schwimmbecken mitten in der Innenstadt wirkt das weniger seltsam als am Duisburger Hauptbahnhof.




