Die Stadt Duisburg war bereits ihr Gastgeber: 1989 sollten die Welthochschulspiele eigentlich in São Paulo, Brasilien stattfinden. Da es Schwierigkeiten mit der Finanzierung gab, musste eine Stadt kurzfristig einspringen: Duisburg. In nur 153 Tagen hat sie das internationale Sportevent organisiert – mit großem Erfolg.

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Dieses Jahr gibt es die Fortsetzung: vom 16. Bis 27. Juli finden an Rhein und Ruhr die FISU – World University Games statt. Die Fisu ist eine internationale Multisportveranstaltung. Bis 2020 hieß sie noch Universiade und findet alle zwei Jahre bei einem wechselnden Gastgeber statt. 8.500 studentische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aus 150 Ländern werden fast zwei Wochen in 18 verschiedenen Sportarten gegeneinander antreten. Duisburg fungiert bei den World University Games als Hauptaustragungsort.
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Hier werden Sportarten wie Basketball (Walter-Schädlich-Anlage), Beach-Volleyball (Sportpark) und Wassersportarten wie Rudern (Regattabahn) und Wasserball (ASC Duisburg) veranstaltet. In der Schauinsland-Reisen-Arena findet die feierliche Eröffnungszeremonie am 16. Juli statt. Auch die Abschlusszeremonie beheimatet die Stadt Duisburg: im Landschaftspark Duisburg-Nord. Weitere Gastgeber für die FISU sind Bochum, Essen, Mülheim, Hagen und Berlin.
Was Duisburg und seine Bewohner bei den World University Games erwartet, weiß Uwe Kluge von Duisburg Kontor: „Es wird bunt, spannend und vielseitig“. Das gilt nicht nur für die Sportler und Sportlerinnen, sondern auch für die Bewohner der Stadt. Der Veranstalter bekräftigt, dass alle etwas von der Sportveranstaltung haben sollen: nicht nur zusehen, sondern mitmachen, ist die Devise. Dazu wird auf dem König-Heinrich-Platz während der fast zwei Wochen ein Sportcampus aufgebaut: „Die Skulptur bleibt bestehen, sonst wird alles zugebaut“, kündigt Kluge an. Ein solches Angebot bietet keine der anderen teilnehmenden Städte.
Duisburg ist Hauptaustragungsort der diesjährigen Welthochschulspiele
Der Sportcampus wird drei verschiedene Flächen bieten, in denen die Duisburger vor allem die Sportarten ausüben können, die in der Stadt gezeigt werden: Auf der „Jazzfläche“ kann 3x3 Basketball gespielt werden – die Sportart wurde vergangenes Jahr populär, als die deutschen Frauen olympisches Gold holten. Außerdem wird es auf der Fläche einen 13x14 Meter großen Ninja-Park zum Klettern geben. Daneben bietet die Stadt ein Outdoor-Fitnessstudio an, wo an Fitnessgeräten und Trampolinen die Muskeln strapaziert werden können. Auch Fitnesskurse soll es geben, so etwa für Yoga oder Ausdauer.
Das Highlight wird wohl der „Go-Pool“ werden, ein 13x18 Meter großes Schwimmbecken vor dem Theater. Dazu wird der Opernplatz über den Veranstaltungszeitraum für Autos gesperrt. Hier geben Sportler eine Kostprobe in Disziplinen wie Wasserball, Unterwasserrugby oder Apnoetauchen. Es gibt aber auch zahlreiche Mitmachangebote wie Schwimm- und Tauchkurse oder sogar Poolpartys.
In den Morgenstunden findet im gesamten Wettbewerbszeitraum ein Nachbarschaftsschwimmen für Anwohner und Duisburger Vereine statt. Wer also schon immer einmal Lust hatte, vor der Arbeit ein paar Bahnen mitten in der Innenstadt vor den strahlend weißen Säulen des Theaters zu drehen, der hat vom 16. Bis 27. Juli Gelegenheit dazu. Am 25. Juli findet am Pool eine große Beachparty statt.
In der Innenstadt wird es Public Viewing und viele Angebote zum Mitmachen geben
Auf dem Platz wird es Leinwänden für Public Viewing geben, dort werden die Wettbewerbe übertragen. Im Bereich neben den Rasenflächen bietet der Veranstalter einen Gastronomiebereich und Sitzplätze in einem sommerlichen Strandsetting, samt Sandboden und Liegestühlen. Ein Ziel von Veranstalter und Sportcampus ist auch, den Kontakt von Sportlern und den Besuchern des Events herzustellen. Auf einer kleinen Bühne neben dem Gastronomiebereich sind mehrere Talkrunden mit ehemaligen und aktiven Spitzensportlerinnen geplant, die ihre persönlichen Erfahrungen von Olympia und den World University Games teilen. Eingeladen sind Duisburger Sportler, aber auch der Olympiasieger Dieter Baumann wird mit seinem Comedy-Programm auftreten. An den Abenden werden DJs für musikalische Unterhaltung sorgen.

Bei der Vorstellung des FISU-Programms diese Woche sind auch zwei Duisburger Nachwuchssportler anwesend: Wasserballspieler Sascha Seifert (23) und Ruderin Charlotte Scholz (18). Seifert studiert Wirtschaftspsychologie an der IU Duisburg, er nahm bereits an den letzten FISU-Spielen in China teil. Im Sportlerdorf hatte er auch Kontakt zu den Anwohnern – sie machten Fotos zusammen und wurden zum Essen eingeladen. Auf diesen Kontakt zu Sportinteressierten freut sich Sascha in seiner Wahlheimat Duisburg besonders. „Ich bin auch gespannt, was die Veranstaltung mit der Atmosphäre in der Stadt macht und wie sich unser Stadtbild verändert.“
Die Teilnehmer hoffen junge Leute für den Sport begeistern zu können.
Charlotte Scholz (18) ist Ruderin und hat bereits die deutsche Nationalmannschaft vertreten. Im vergangenen Jahr konnte sie bei den U-19 Weltmeisterschaften im Doppel-Vierer Bronze holen. Selbst teilnehmen wird sie dieses Jahr noch nicht, denn ihr Studium beginnt erst im Spätsommer. Auf das Event freut sie sich trotzdem, vor allem darauf, andere Sportler zu treffen und sich auszutauschen. „Ich hoffe auch, dass wir junge Leute wieder mehr für den Sport begeistern und Nachwuchs für unsere Vereine gewinnen können“, sagt die 18-Jährige.

Der Sportcampus auf dem König-Heinrich-Platz wird vom 16. Bis 27. Juli geöffnet sein, montags bis donnerstags von 15 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 12 bis 22 Uhr. Alle Angebote sind kostenfrei.




