Jetzt geht die Powerfrau mit 61 auch noch auf Weltrekord-Jagd: Anette Ullmann-Meier (61) hatte zunächst im vergangenen September in der Trendsportart Hyrox mit 1:19,25 Stunde bei einem Wettkampf in Stuttgart eine neue Bestmarke in ihrer Altersklasse 60 bis 64 aufgestellt. Und vor wenigen Tagen verbesserte sie den eigenen Weltrekord noch einmal: In Frankfurt schaffte die Duisburgerin alle Übungen in 1:18,27 Stunde.

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Hyrox ist eine sehr intensive Mischung aus Kraftsport, Intervalltraining und Ausdauersport. Die Teilnehmenden laufen achtmal einen Kilometer und absolvieren dazwischen acht Workouts. Eine äußerst schweißtreibende Angelegenheit. Es ist wichtig, die Kräfte richtig einzuteilen. „In Frankfurt bin ich bei den 1000 Metern am Anfang gleich die erste Runde zu schnell angegangen“, berichtet Anette Ullmann-Meier.
Weltrekord: Duisburgerin (61) beißt sich beim Hyrox-Wettkampf in Frankfurt durch
Doch die durchtrainierte 61-Jährige biss sich durch: 1000 Meter auf dem Ski-Ergometer, dann Gewichte erst mit einem Schlitten schieben (Sled Push) und dann auch ziehen (Sled Pull) – jeweils über eine Strecke von 50 Metern. Burpee Broad Jumps gehören auch zum Programm: Dabei gilt es, über eine Entfernung von 80 Metern sich immer wieder in eine Liegestützposition zu begeben, mit der Brust den Boden zu berühren, sich aufzurichten und so weit wie möglich mit beiden Füßen nach vorne zu springen.

Am Rudergerät (Rowing) geht‘s über 1000 Meter und beim „Farmer‘s Carry“ mit zwei schweren Kettleballs über eine 100-Meter-Strecke. Dann noch mit Sandbeuteln auf den Schultern 100 Meter laufen (Sandbag Lunges) – und zwar in Ausfallschritten – und dabei mit dem Knie den Boden berühren. Bei den Wallballs zum Abschluss müssen die Teilnehmenden noch mal alle Kräfte mobilisieren, um mit einem vier Kilogramm schweren Ball mittlerweile nicht mehr nur 75, sondern 100 Mal ein Ziel in 2,75 Metern Höhe zu treffen.
WM in Chicago ist das nächste große Ziel
„Wenn du am Ende die Zeit siehst, sind alle Strapazen vergessen“, sagt Anette Ullmann-Meier. Dann schießen die Glückshormone nur so durch den Körper. Nach dem Weltrekord ist die Weltmeisterschaft im Juni 2025 in Chicago (USA) das große Ziel. In diesem Jahr ist die Duisburgerin bei der WM in Nizza bereits Zweite in ihrer Altersklasse geworden (wir berichteten). Jetzt will sie ganz oben auf dem Treppchen stehen.
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Dafür geht die Mitarbeiterin der Duisburger Stadtverwaltung fünfmal in der Woche in ein Dinslakener Fitnessstudio und steht vor der Arbeit um 5 Uhr auf, um Krafttraining zu machen. Dazu joggt sie regelmäßig. Sport sei wie eine Sucht, sagt sie. „Ich kann nicht mehr ohne.“






