Die Grand Snail Tour von Urbane Künste Ruhr macht Station in Breckerfeld: und zwar am Donnerstag, 12. März. Vom Nahe des dortigen Wengebergs schickt die Künstlerin Mona Schulzek mit ihrem Outer Space Transmitter dann Nachrichten von Bürgerinnen und Bürgern ins All. Der Die Stadt Breckerfeld, die den mit 441 Metern höchsten Gipfel des Ruhrgebiets beherbergt, eignet sich naturgemäß besonders gut für die Kontaktaufnahme mit intelligentem Leben im Weltall.
Der Outer Space Transmitter ist eine eigens entwickelte Funkstation, um mit Außerirdischen in Kontakt zu treten. Zu diesem Zweck ließ sich die Künstlerin zur Funkerin ausbilden, baute eine Parabolantenne und entwickelte ein extraterrestrisches Alphabet.
Der Wengeberg diente bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als Standort für die Telegrafenlinie zwischen Berlin und der Rheinprovinz. Nun bildet er Breckerfeld die Basis für die interaktive Skulptur, die Botschaften in den Weltraum schickt. Dafür lädt die Künstlerin SchülerInnen, BürgerInnen und Vereine aus Breckerfeld ein, den höchsten Punkt im Ruhrgebiet den Ort als ihre Sendeplattform zu nutzen.
Was soll von uns eines Tages erinnert werden? Welche Ratschläge können wir einer fernen Spezies erteilen oder von ihr erhalten? Mit der von Schulzek entwickelten Bildsprache können Funkwellen gesendet und Nachrichten dauerhaft im Universum hinterlassen werden. Was Außerirdische von den Botschaften halten, wird man vermutlich so schnell nicht erfahren, aber sobald der Empfang einer Nachricht durch einen Satelliten bestätigt wurde, kommt sie als Kopie zurück zu den Menschen und kann von ihnen diskutiert werden.

Chronik: Grand Snail Tour
Begleitet wird die Grand Snail Tour von Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich Literatur, Fotografie und Illustration, die zeitgleich zum Aufenthalt des Tourmobils Eindrücke und Reflexionen aus jeweils derselben Stadt sammeln und diese visuell oder literarisch ins Bild setzen. So entsteht ein Paratext zur dreijährigen Tour, der in Form einer Reisechronik, als ein Kaleidoskop an Geschichten, Verbindungen, Momentaufnahmen in den 53 Städten und Gemeinden der Region Gleichzeitigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zur Grand Snail Tour sichtbar werden lässt.
Chronistin in Breckerfeld ist Caren Jeß (Text)
Werke aus der Sammlung der Grand Snail Tour: Einen wesentlichen Bestandteil der Grand Snail Tour bildet ein Pool an Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler, die individuell vor- und ausgestellt, vor allem jedoch benutzt werden.
Die ständig wachsende Sammlung umfasst bisher die folgenden Werke:
- Cem A. – floor pieces and stanchions
- Havîn Al-Sîndy – Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle Aram Bartholl – Missed Connections
- Cosima von Bonin – 7000 Palmen
- Jordi Colomer – NEW RUHR MAP
- Kasia Fudakowski – Palliative Patterns
- Lütfiye Güzel – Local Blackouts
- Anna Haifisch – Kleine orange Schnecke
- Nils Norman – Tablescapes
- Sowatorini Landschaft – Sonne Art Minigolf
- Anna Viebrock – HEUTE DEMNÄCHST ENDE
Die Grand Snail Tour 2024 bis 2027
Die Grand Snail Tour ist ein mobiles Aktions- und Ausstellungsprojekt, das im Verlauf von drei Jahren durch alle 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets reist. Das Projekt widmet sich experimentell und innovativ wichtigen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens: Wem gehört der öffentliche Raum und wie können wir Orte der Zusammenkunft schaffen oder bestehende Räume aktivieren? Welche Rolle spielt Kunst dabei? Wie kann Kunst zu den Menschen kommen, statt nur geduldig auf sie zu warten? Die Grand Snail Tour möchte vielfältige Eindrücke hinterlassen, gemeinsame Erfahrungen anbieten und zum Mitreisen einladen.
Die Grand Snail Tour endet voraussichtlich im Oktober 2027 in Herne
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„Die Idee der Grand Snail Tour ist es, die Menschen über Kunst anzusprechen, anstatt zu versuchen, BesucherInnen anzuziehen, die dann zu einer stationären Ausstellung reisen. Das Konzept knüpft an eine lange Tradition wandernder KünstlerInnen an, funktioniert aber auch wie ein Jahrmarkt oder ein Zirkus. Wichtig ist, dass wir nicht einfach an einem Ort auftauchen, sondern dass jeder Halt eine künstlerische Erkundung ist. Wir wollen die Gegebenheiten in die Gestaltung einbeziehen, unabhängig davon, ob es sich um einen zentralen Stadtplatz oder eine Brachfläche am Stadtrand handelt. Unser Ziel ist es, einen Raum für Begegnungen zu schaffen, einen Ort des Austauschs und der Fantasie“, formuliert es Britta Peters.
Termin
Datum: Donnerstag, 12. März 2026
Uhrzeit: 11 bis 17 Uhr – Programm: Outer Space Transmitter - Mona Schulzek
Ort: Parkplatz und Feld Nähe Wahnscheider Str. 23, 58339 Breckerfeld
Nächste Station ist am 16. April 2026 Ennepetal.




