Zusammenfassung
- Die Landesgartenschau 2026 findet erstmals in Neuss statt und hat das Gelände der ehemaligen Galopprennbahn in einen großen Bürgerpark mit vielfältigen Garten- und Freizeitangeboten verwandelt.
- Besucher erwarten Highlights wie Themengärten, eine Blumenhalle und rund 1000 Veranstaltungen.
- Für die Anreise stehen zahlreiche Möglichkeiten per ÖPNV, Auto und Fahrrad zur Verfügung, die Eintrittskarten beinhalten oft ein ÖPNV-Kombiticket.
Als kleineres Pendant zur zweijährlich stattfindenden Bundesgartenschau gibt es in vielen deutschen Bundesländern, so auch in Nordrhein-Westfalen, die Landesgartenschau (Laga). 1984 wurde die erste Landesgartenschau NRW in Hamm ausgetragen.

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Seit dem 16. April 2026 ist nun die Landesgartenschau Neuss geöffnet. Auf dem 38 Hektar großen Gelände der früheren Trabrennbahn ist ein neuer Stadtpark mit Spielplätzen und Sportarealen entstanden. Was es auf einer Landesgartenschau zu sehen gibt und was Sie bei der neuen Gartenschau in Neuss erwartet, haben wir für Sie hier zusammengetragen.
Worum geht es bei der Landesgartenschau?
Die Landesgartenschau ist, ebenso wie die Bundesgartenschau, eine Ausstellung zum Gartenbau. Sie zieht in der Regel mehrere Hunderttausend Besucher an und ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich weit verbreitet. Bei der Laga in Neuss rechnen die Veranstalter bis Mitte Oktober mit rund 650.000 Besucherinnen und Besuchern.
Das Ziel der Laga ist es, die Vielfalt der Gartenkultur, Landschaftsarchitektur und Umweltgestaltung in den beteiligten Regionen zu präsentieren und neue Projekte zu verwirklichen. Außerdem soll sie Touristen in die Region locken, die sich von der Ausstellung inspirieren lassen können oder selbst mit Unternehmen aus dem Garten- und Landschaftsbau in Kontakt treten können.
Wann genau findet die Landesgartenschau in Neuss statt?
Die Landesgartenschau 2026 findet vom 16. April bis 11. Oktober erstmalig in Neuss statt. Im Jahr 2023 war Höxter der Austragungsort, die Landesgartenschau 2020 war in Kamp-Lintfort. Den Zuschlag für die Ausrichtung hatte die Stadt Neuss im Jahr 2022 erhalten.

Was erwartet die Besucher der Landesgartenschau Neuss 2026?
Austragungsort der Landesgartenschau 2026 ist das Gelände der ehemaligen Galopprennbahn in Neuss. Zwischen der Innenstadt und dem Hafen ist seit 2023 ein 38 Hektar großer Bürgerpark mit 2200 neuen Bäumen, großen Wiesen, einem Teich und einer Fülle von Biotopen entstanden.
Die Bäume sollen laut der Stadt Neuss mehr als 100 Jahre wachsen. Der Erhalt der Sandbahn und Richtertürme soll die Erinnerung an 150 Jahre Pferdesport bewahren. Der Park soll Freiraum für alle, Sport, Wasser und neues Wohnen zusammenbringen. Mit neuen Fuß- und Radwegen soll das Gelände nun außerdem besser an die Innenstadt angebunden sein.
Zudem hat die Stadt 50 Haus- und Themengärten eingerichtet, die Gartenkunst und Inspirationen fürs eigene Zuhause bieten sollen. Auf einer knapp 20.000 m² großen Fläche laden unter anderem ein Römischer Garten, ein Olivengarten, ein Hängender Garten und ein Mitmach-Garten zum Entdecken ein. Unweit der Deichterrassen wurde zudem ein Rosengarten mit 70 verschiedenen Arten angelegt.
In einer Zelt-Blumenhalle mit Blumen- und Pflanzenpräsentationen sowie -arrangements können Besucher eine große Pflanzenvielfalt und gärtnerische Handwerkskunst entdecken und im angrenzenden Gartenmarkt anschließend eigene Pflanzen und Zubehör kaufen.

Aus einer ehemaligen Reithalle ist der Treffpunkt „Gartenremise“ entstanden, der als Landschaftsgärtner-Treff, soziales Zentrum des Gartenlandes, Ausstellungsraum für Kunst und Kultur und kühler Aufenthaltsort im Schatten der Kletterpflanzen dienen soll. Sitzgelegenheiten im Freien und ein gastronomisches Angebot finden Besucher am Veranstaltungs- und Begegnungsort „Hammfeldhof“, angrenzend an den rund 630 m² großen „Römerspielplatz“. Ein besonderes Highlight ist das täglich stattfindende, abwechslungsreiche Programm im Oase-Eventzelt auf der Wiese. Zu allen Programmpunkten gelangen Sie hier.
Die Landesgartenschau 2026 sieht die Stadt als "Impuls für die Gestaltung der Rennbahn, die über 150 Jahre von Bedeutung war, aber in der letzten Zeit ein wenig aus dem Blick geraten ist". Der Bürgermeister von Neuss und Hendrik Wüst haben 2024 den ersten Baum gepflanzt. Jetzt steht die Stadt kurz vor der Eröffnung.
Das offizielle Maskottchen der Landesgartenschau Neuss 2026 ist „Flori von Grünherz“ – eine Blume mit großen, farbenfrohen Blättern und einem grünen Herzgesicht. Er wurde von dem bekannten Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly gestaltet. Lesen Sie auch: Jacques Tilly reagiert auf Russen-Urteil – „halte es mal mit Dieter Bohlen“
Übrigens: Die Internationale Gartenschau (IGA) kommt ein Jahr später, im Jahr 2027, ins Ruhrgebiet. Die IGA 2027 soll die Metropolregion Rhein-Ruhr noch grüner machen. Es werden Millionen Besucher erwartet. Vor welchem Problem das Großprojekt aktuell noch steht, lesen Sie hier.
Wer veranstaltet die Landesgartenschau NRW?
Veranstalter einer Landesgartenschau in NRW sind traditionell die ausrichtende Kommune sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau. Beide gründen zur Ausrichtung eine gemeinsame Bau- und Betriebsgesellschaft, die dann für die Umsetzung der im Bewerbungsverfahren formulierten Ziele verantwortlich ist.

Wie viele Besucher zieht die Landesgartenschau an?
Dadurch, dass sich die Landesgartenschau mehrere Monate in der jeweiligen Region hält, empfängt sie insgesamt oft mehrere Hunderttausend Besucherinnen und Besucher. Die Landesgartenschau 2023 in Höxter empfing etwa einen Monat vor ihrem Abschluss Mitte Oktober ihren 500.000. Gast. Auch die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort konnte sich über rund 450.000 Interessierte freuen. In Neuss hofft man auf rund 650.000 Gäste.
Wann hat das Gelände der Landesgartenschau Neuss geöffnet?
Das Programm, der Servicebereich und die Gastronomie bei der Landesgartenschau Neuss 2026 sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mit einer gültigen Tages- oder Dauerkarte können Besucher den Park auch von 7 bis 10 Uhr sowie von 18 bis 22 Uhr, etwa für einen Spaziergang, besuchen. Außerhalb der Kernöffnungszeiten finden Reinigungs-, Versorgungs und Gartenarbeiten statt.
Wie viel kostet der Eintritt?
Das Gelände der Landesgartenschau Neuss 2026 ist nur mit gültiger Eintrittskarte betretbar. Die Veranstalter empfehlen, diese vorab online zu kaufen, da es günstiger ist und Besucher sich lange Warteschlangen sparen. Eine Tageskarte kostet für Erwachsene ab 28 Jahren 20 Euro, für junge Erwachsene von 18 bis 27 Jahren zehn Euro und für Kinder von 4 bis 17 Jahren fünf Euro. Ein ermäßigtes Tagesticket kostet zehn Euro. Auch für einen Hund muss Eintritt in Höhe von fünf Euro gezahlt werden.
Für eine Dauerkarte zahlen Besucher ab 28 Jahren 150 Euro, junge Erwachsene von 18 bis 27 Jahren 70 Euro, Kinder zehn Euro und Hunde 20 Euro. Eine ermäßigte Dauerkarte kostet 110 Euro. Für Familien und Gruppen ab zehn Personen gibt es gesonderte Tarife. Hier gelangen Sie zu den Tickets.
Wie komme ich am besten zum Gelände der Landesgartenschau?
Die Anreise über den ÖPNV kann mit der Buslinie 842 „Wendersplatz“ und der Straßenbahnlinie 709 bis zur Haltestelle „Neuss Markt“ oder zur Haltestelle „Stadtpark Neuss“ erfolgen. Die Haltestellen liegen direkt an den Haupteingängen des Parkgeländes. Im Preis der Tageskarte zur Landesgartenschau ist ein Kombi-Ticket für Bus und Bahn im VRR- und VRS-Gebiet enthalten. Der Eingang West/Innenstadt ist zudem nur knapp 20 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof Neuss und circa 300 Meter von der Neusser Innenstadt entfernt.

Mit dem Auto gelangen Besucher über die Autobahnen A46 und A52 sowie die Bundesstraße B1 aus Richtung Düsseldorf zur Landesgartenschau Neuss 2026. Die Veranstalter empfehlen die Ansteuerung des Haupteingangs Ost für die Anreise mit dem Auto, da es dort einen kostenpflichtigen Parkplatz (sieben Euro pro Tag) mit 860 Stellplätzen gibt. Dorthin gelangen Besucher über die Hammer Landstraße oder die Schanzenstraße. Auch die P+R-Parkplätze im Stadtgebiet dürfen genutzt werden. Der Haupteingang Ost liegt in der Langemarckstraße 1 und der Haupteingang West Am Rennbahnpark.
Radfahrer können bequem über bestehende städtische Radwege entlang des Rheins, der Erft und des Nordkanals anreisen. Gut eignet sich dazu der Neusser Abschnitt des Radschnellwegs 5. Weitere Infos zum Besuch und zur Anreise.
Ist das Gelände barrierefrei zugänglich?
Ein barrierefreier Eingang, breit ausgebaute Wege und inklusive Spielmöglichkeiten und Sportflächen ermöglichen es Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, den Park zu besuchen und an Aktivitäten teilzunehmen.
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Wo wurde die Landesgartenschau in NRW bereits ausgerichtet?
In Nordrhein-Westfalen findet die Landesgartenschau seit 2014 alle drei Jahre statt. Davor waren die Abstände unregelmäßig. Von 1998 bis einschließlich 2003 gab es in jedem Jahr eine Landesgartenschau. Da die letzte Laga-Ausgabe erst im Sommer 2023 stattfand, gibt es die nächste Landesgartenschau in NRW in diesem Jahr.
Alle Projekte der ersten 19 Landesgartenschauen im Überblick:
- 1984: Maximilianpark in Hamm
- 1988: Flora Westfalica in Rheda-Wiedenbrück
- 1992: MüGa in Mülheim an der Ruhr
- 1994: Schlosspark Paderborn
- 1995: Stadtpark in Grevenbroich
- 1996: Seepark in Lünen
- 1998: Brückenkopfpark in Jülich
- 1999: Bürgerpark Osterfeld in Oberhausen
- 2000: Aqua Magica in Bad Oeynhausen und Löhne
- 2001: Vier-Jahreszeitenpark in Oelde
- 2002: Schlosspark Dyck und Neue Gärten in Jüchen
- 2003: Inselpark in Gronau
- 2005: Neuland-Park in Leverkusen
- 2008: Gartenschau-Park in Rietberg
- 2010: Sauerlandpark in Hemer
- 2014: Gartenschaupark in Zülpich
- 2017: Gartenschau in Bad Lippspringe
- 2020: Zechenpark und Kamper Gartenreich in Kamp-Lintfort
- 2023: Huxarium Gartenpark Höxter
- 2026: Gartenschau auf der ehemaligen Galopprennbahn Neuss
Auch wo die Landesgartenschau 2029 öffnen wird, steht schon fest: Den Zuschlag hat die Stadt Kleve mit ihrem Konzept ‚Stadt – Land – Wasser‘ erhalten.




