Testspiele, das knochenharte Training - alles abgehakt, jetzt gilt es für die Dortmunder, den Nachweis zu erbringen, dass sich der Geist des Aufbruchs in die Punkterunde übertragen lässt. "17 Spieltage liegen vor uns. Das ist unsere Chance, den Klassenerhalt zu sichern", sagt BVB-II-Trainer David Wagner.
Der erste Schritt dazu soll in Burghausen gelingen. Wagner beobachtete die Bayern im Testspiel beim 2:3 gegen den 1. FC Köln. Seine Erkenntnisse waren nicht unbedingt neu. "Burghausen hat weder personell noch in der Spielanlage etwas geändert. Diese Mannschaft lebt von ihrer sehr guten Physis. Große und robuste Spieler beherrschen bei Wacker das Geschehen. Außerdem sind sie bei den Standards sehr gefährlich", berichtet Dortmunds Coach.
Mokhtari mit Bundesliga-Erfahrung
Wagner fordert von seiner Mannschaft volle Konzentration vom ersten Moment an. "Wir müssen diszipliniert, sauber verteidigen. Nur so können wir die Freistoß-Situationen eindämmen, die Wacker so gern nutzt." Der Spezialist für solche Aktionen ist Youssef Mokhtari. Wackers Bundesliga-erfahrener Spielgestalter, ist zumeist der Initiator. "Wenn es uns gelingt, Freistöße zu verhindern und Mokhtari aus dem Spiel zu nehmen, dann haben wir schon viel geschafft", betont Wagner.
Neben Mokhtari gehört noch ein weiterer Routinier zum Aufgebot der Gastgeber: Sahr Senesie. Der ehemalige BVB-Profi erzielte in 18 Spielen vier Treffer für Burghausen. Ob Senesie von Beginn an dabei ist, bleibt aber offen.
Geklärt ist dagegen beim BVB, dass Tim Treude die Reise nach Burghausen nicht antreten kann. Treude war wie berichtet im Training umgeknickt. Außerdem fehlt der noch gesperrte Leonardo Bittencourt. Erstmalig zum BVB-II-Aufgebot gehört dagegen A-Junior Jannik Bandowski.
Nur im Notfall
Zum Einsatz kommt Bandowski jedoch nur im Notfall, da aus dem Bundesliga-Kader Linksverteidiger Marcel Halstenberg und Innenverteidiger Koray Günter ihre Plätze im BVB-II-Team einnehmen. Fit meldete sich zudem Florian Hübner, der seine Muskelzerrung auskuriert hat.
Auf Unterstützung aus dem Profi-Kader darf Wagner indes nicht hoffen. Dafür ist Burghausen schon rein zeitlich zu weit weg, als dass kurzfristig noch ein Spieler von oben nachrücken könnte.
Alles ist bereit, jeder fühlt sich gerüstet. Aber die Borussen spüren auch eine gehörige Portion Druck. Der Kampf um den Klassenerhalt ist stets auch eine Nervensache. Diese Probe gilt es zu bestehen.

