Der Jahrhundert-Deal kann steigen: Die EU erlaubt den Essener Energieriesen Eon und RWE, ihre Geschäfte samt der RWE-Tochter Innogy unter sich aufzuteilen. Damit gehen sich die bisherigen Konkurrenten nun aus dem Weg, RWE konzentriert sich auf die Produktion von Strom und Eon darauf, ihn zum Kunden zu bringen. Das bedeutet nicht nur das Ende einer jahrzehntelangen Rivalität, sondern auch den Beginn einer Partnerschaft, weil RWE im Tausch für seine Innogy-Anteile neben der Ökostromsparte auch noch 16,7 Prozent der Aktien von Eon erhält. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz rückt in den Eon-Aufsichtsrat, wird Eon-Chef Teyssen also künftig auf die Finger schauen. Nicht mehr aus professionellem Interesse als Hauptkonkurrent, sondern als ein Eigentümer.
Eon/RWE-Deal
Eon schluckt Innogy – das kostet Jobs in Essen und Dortmund
Essen. Die EU erlaubt die Zerschlagung von Innogy durch Eon und RWE. Der Abbau von bis zu 5000 Stellen betrifft vor allem Essen, Dortmund und München.

Die Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen (Eon) und Rolf Martin Schmitz (RWE) haben das Tauschgeschäft im Frühjahr 2018 eingestielt.© Funke Foto Services | Kai Kitschenberg
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