Fusion

Thyssenkrupp-Chef: Stahlkocher behalten Mitbestimmungrechte

 Gegen den Zusammenschluss mit Tata hatten Gewerkschafter und Tausende Mitarbeiter protestiert.

Foto: Volker Hartmann

Gegen den Zusammenschluss mit Tata hatten Gewerkschafter und Tausende Mitarbeiter protestiert. Foto: Volker Hartmann

Essen.  Thyssenkrupp hat bekräftigt, bei der Stahlfusion mit dem indischen Unternehmen Tata die Mitspracherechte der Arbeitnehmer zu garantieren.

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Thyssenkrupp will bei der geplanten Fusion seines Stahlgeschäfts mit Tata Steel die Mitspracherechte der Arbeitnehmer garantieren. "Die deutschen Stahlkocher behalten ihre Montanmitbestimmung so wie sie heute ist", sagte ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Die Montanmitbestimmung regelt seit den 1950er-Jahren, dass die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf die gleiche Anzahl von Vertretern kommen wie die Arbeitgeber. In Pattsituationen entscheidet die Stimme eines zusätzlichen neutralen Mitglieds. Hiesinger bekräftigte, dass es beim angekündigten Abbau von 2000 Arbeitsplätzen in Deutschland bleiben werde. "An die Obergrenze von bis zu 2000 Stellen in den nächsten Jahren halten wir uns", sagte der Thyssen-Chef. Wie es danach weitergehen soll, ließ Hiesinger offen. "Keiner kann natürlich heute sagen, was in fünf oder zehn Jahren ist."

Gemeinsam mit Tata werde man Millionen sparen

In dem Interview erklärte Hiesinger, er nehme "die Emotionen" der Mitarbeiter ernst. "Aber ein Vorstand darf vor Problemen die Augen nicht verschließen." Gemeinsam mit Tata würden sie die Möglichkeit haben, bei Einkauf, Entwicklung, Verwaltung und Forschung Millionen zu sparen.

Thyssenkrupp hatte im September angekündigt, seine Stahlsparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der des indischen Konkurrenten Tata Steel einzubringen. Gegen den Zusammenschluss mit Tata hatten Gewerkschafter und Tausende Mitarbeiter protestiert. Als Firmensitz ist die Region Amsterdam geplant. (mit reuters)

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