Luftfahrt

Schwere Turbulenzen am Düsseldorfer Flughafen - weitere Flüge gestrichen

Viele Flüge von Air Berlin fielen am Dienstag aus. Auch der Flughafen Düsseldorf war betroffen.

Viele Flüge von Air Berlin fielen am Dienstag aus. Auch der Flughafen Düsseldorf war betroffen.

Düsseldorf.   Bei Air Berlin fallen reihenweise Flüge aus. An den Sicherheitsschleusen bilden sich Schlangen. Der Düsseldorfer Flughafen kommt nicht zur Ruhe.

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Der Flughafen Düsseldorf und seine Passagiere kommen nicht zur Ruhe. Neben den seit zwei Monaten überlangen Warteschlangen an den Sicherheitsschleusen lösten Dienstag kurzfristige Absagen von mehr als 30 Air-Berlin-Flügen Unruhe und Verärgerung an den Abfertigungsschaltern der insolventen Fluggesellschaft aus. Bundesweit fielen mehr als 100 Flüge aus. Unternehmenschef Thomas Winkelmann teilte mit, rund 200 der 1500 Piloten hätten sich krankgemeldet. Für den Mittwoch gibt es keine Aussicht auf Besserung. Air Berlin hat bereits 30 der ursprünglich 182 Starts und Landungen in Düsseldorf gestrichen.

„Das ist ein Spiel mit dem Feuer“, warnte Winkelmann am Dienstag, „der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro.“ Man stehe in „finalen Verkaufsverhandlungen“ mit möglichen Investoren, eine stabile Situation sei die zwingende Voraussetzung für das Gelingen.

Frank Kebekus, der Generalbevollmächtigte des Unternehmens, sagte, das gesamte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung sei gefährdet, und drohte: „Wenn sich die Situation nicht kurzfristig ändert, werden wir den Betrieb und damit jegliche Sanierungsbemühungen einstellen müssen.“ Hintergrund für die massenhaften Flugausfälle, so ist aus dem Unternehmen zu hören, sollen Probleme bei den Verhandlungen zum Übergang der Piloten auf einen potenziellen Käufer sein.

Bundespolizei soll zusätzliche Anbieter suchen

In Düsseldorf wurden Fluggäste, wo es möglich war, auf Maschinen von Eurowings und deren Mutter Lufthansa umgebucht. Auch vor den Schaltern dieser beiden Gesellschaften bildeten sich lange Schlangen, wenig später vor den Bordkartenkontrollen am Flugsteig A, hinter denen die Sicherheitsüberprüfungen beginnen.

Dort hatten sich zuletzt teilweise tumultartige Szenen abgespielt, weil Passagiere wegen der Wartezeiten sogar Flüge verpasst hatten. Schuld an der Misere ist der hohe Krankenstand des von der Bundespolizei beauftragten Sicherheitsunternehmens. Täglich fehlen am Airport 80 der 400 Beschäftigten. Peter Lange, Geschäftsführer von Kötter Aviation Security, sagte der WAZ Dienstag, dass man im Oktober 25 zusätzliche Mitarbeiter einsetzen könne. Am 20. beginnen die Herbstferien in NRW.

Airportchef Thomas Schnalke und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gebeten, die Bundespolizei möge zusätzliche Anbieter suchen. Zudem wolle der Flughafen künftig den Dienstleister selbst auswählen dürfen.

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