Die Grünen im Bundestag lehnen den geplanten Zusammenschluss des Essener Energiekonzerns Eon mit der RWE-Tochter Innogy ab. „Unserer Einschätzung nach sollte diese Fusion untersagt werden“, schreiben die Grünen-Abgeordneten Ingrid Nestle, Katharina Dröge, Julia Verlinden und Oliver Krischer in einem Brief an die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Sie begründen ihre Einschätzung mit der Sorge um den Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt in Deutschland.
Mit dem neuen Eon-Konzern entstehe Deutschlands größter Grundversorger, der gegenüber kleineren Konkurrenten bevorteilt werde, heißt es in dem Brief, der unserer Redaktion vorliegt. „Durch die Gewinne aus dem lukrativen Grundversorgergeschäft entstünden der neuen Eon finanzielle Spielräume, um direkte Konkurrenten im Preiskampf zu unterbieten. Ähnliches droht bei den Gewinnen, welche die neue Eon aus dem staatlich regulierten Netzgeschäft beziehen könnte.“ Dadurch sei eine „wettbewerbsschädigende Marktstellung“ von Eon zu befürchten – mit negativen Auswirkungen auf junge Innovationsmärkte wie etwa die Ladesäulen-Infrastruktur für Elektroautos.


