Wer regelmäßig mit ICE oder Intercity auf längeren Strecken unterwegs ist, soll künftig weniger für seine Zeitkarte zahlen. Die Deutsche Bahn senkt zum 21. Oktober die Preise für Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr um 25 Prozent. Gleichzeitig schafft der Konzern die entsprechenden Streckenzeitkarten im Abo ab.
Für Reisende soll das vor allem mehr Flexibilität bringen. Monatskarten werden künftig ausschließlich ohne Abo angeboten. Wer bislang eine Zeitkarte im Abonnement nutzt, soll laut Bahn dadurch nicht schlechter gestellt werden, teilweise sogar weniger bezahlen. Ein weiterer Vorteil: Während eines Urlaubs oder einer anderen längeren Abwesenheit muss keine Monatskarte für einen Zeitraum weiterlaufen, in dem sie nicht benötigt wird.
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Zu den Verbindungen, auf denen besonders viele Zeitkarten genutzt werden, zählen nach Angaben der Bahn unter anderem Augsburg–München, München–Ingolstadt, Düsseldorf–Köln und Frankfurt–Mannheim. Die Monatskarten sollen künftig neben der BahnCard 100 und Mehrfahrtentickets eine weitere Option für regelmäßige Fernverkehrsreisende sein.
Flexpreis wird im Reisezentrum digital
Beim Flexpreis setzt die Bahn künftig stärker auf digitale Tickets. Nach Unternehmensangaben werden bereits heute mehr als 99 Prozent der Flexpreis-Fahrkarten digital und personalisiert verkauft. Ab dem 13. Dezember soll das auch in den DB-Reisezentren der Regelfall sein: Dort werden Flexpreis-Tickets dann ausschließlich personalisiert und digital ausgegeben. Wer eine Fahrkarte auf Papier benötigt, kann sich das Ticket weiterhin ausdrucken lassen.
Auch Gruppen sollen ihre Reisen künftig leichter online organisieren können. Die Bahn erweitert dafür ihre digitalen Buchungsmöglichkeiten. So soll sich eine Sparpreisgruppe künftig online kostenlos und unverbindlich für 14 Tage reservieren lassen.
Gleichzeitig ändern sich die Bedingungen für Umbuchung und Erstattung. Statt bislang pauschal 19 Euro pro Buchung werden künftig 10 Euro je Person und Buchungsvorgang fällig. Auch bei der Stornierung gibt es eine Änderung: Ab dem 1. Oktober kann eine Gruppenbuchung bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag storniert werden. Bisher war dies nur bis sieben Tage vorher möglich.
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Familienticket kommt dauerhaft zurück
Eine weitere Änderung betrifft Familien. Nach einem erfolgreichen Test im Sommer will die Bahn das Familienticket dauerhaft anbieten. Ab dem 26. Oktober kann es wieder gebucht werden, die ersten Reisen sind ab dem 1. November möglich.
Für 99,99 Euro können Familien damit in der zweiten Klasse mit Fernverkehrszügen innerhalb Deutschlands hin- und zurückreisen. Eine einfache Fahrt kostet 59,99 Euro. Eine Sitzplatzreservierung ist bereits im Preis enthalten. Das Angebot gilt für bis zu fünf Personen. Möglich sind entweder ein Erwachsener ab 15 Jahren mit bis zu vier Kindern oder zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Kind mitreist. Die Personen müssen dabei nicht miteinander verwandt sein.
Für das Familienticket gilt eine Zugbindung. Eine Strecke im Nahverkehr kann gegen Aufpreis ergänzt werden. Das Angebot ist zudem kontingentiert. Nach Angaben der Bahn soll damit sichergestellt werden, dass Familientickets nur verkauft werden, wenn ausreichend Sitzplätze für Familien zur Verfügung stehen.







