Ein betrügerisches Trio soll die Sparkasse Solingen mit manipulierten Kreditunterlagen um mehrere Millionen Euro geprellt haben. Der Prozess gegen zwei Angeklagte begann jetzt am Wuppertaler Landgericht. Beiden Angeklagten wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Ein dritter Verdächtiger soll mit sechs Millionen Euro auf der Flucht sein.
Laut Anklage war mit manipulierten Einkommens- und Eigenkapitalnachweisen die Bonität von Immobilienkäufern geschönt worden. Zudem sei der Wert der Immobilien zu hoch angesetzt worden. Auf diese Weise habe sich das Trio die Bewilligung von Immobilienkrediten in Millionenhöhe erschlichen.
Prozess um Immobilienbetrug: Kreditvolumen 13,7 Millionen Euro erschlichen
Das Finanzierungsvolumen soll sich auf 13,7 Millionen Euro summiert haben. Eine spätere Bewertung hatte ergeben, dass mehr als die Hälfte des Kreditvolumens nicht durch die Immobilien abgesichert gewesen sei.
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Ein 54 Jahre alter Angeklagter aus Solingen soll die Kreditunterlagen aufbereitet haben. Ein 45 Jahre alter Immobilienberater habe damals für die Sparkasse gearbeitet und soll die Bewilligung der Kredite bei seinen Vorgesetzten erwirkt haben. Der dritte, flüchtige Beteiligte soll Immobilienvermittler gewesen sein. Die Taten reichen in die Jahre 2018 bis 2019 zurück.
Während die beiden Angeklagten Provisionen in sechsstelliger Höhe erhalten haben sollen, landete der Löwenanteil bei dem seit Jahren untergetauchten Immobilienvermittler. Unmittelbar nach Verlesung der Anklage zogen sich die Parteien zu einem nicht-öffentlichen Rechtsgespräch zurück. Die Sparkasse war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.



