Es klingt wie das Ende der klassischen Dating-Apps. Bumble stellt sein Geschäftsmodell um. Die App, die lange für respektvolleres Dating stehen wollte, rückt vom bekannten Wischprinzip ab und setzt stärker auf künstliche Intelligenz.

Die Gründerin und CEO des in Texas ansässigen Unternehmens, Whitney Wolfe Herd, kündigte kürzlich an, Bumble strategisch neu auszurichten und massiv in KI‑basierte Produkte zu investieren. Hauptziel ist es, das Nutzererlebnis stärker zu steuern und Vorschläge zu machen, die besser zu den eigenen Vorstellungen passen. Laut „Forbes“ könnten nebenbei noch Stellen abgebaut werden.

Bumble schafft das Swipen bis Ende 2026 für die meisten Nutzer ab

Die größte sichtbare Änderung ist der geplante Abschied vom Swipen. Bisher lief das virtuelle Beschnuppern auf der Plattform nämlich so ab: Wer das Gegenüber interessant findet, wischt auf dem Bildschirm nach rechts. Bei Desinteresse geht der Daumen nach links. Doch bis Ende 2026 soll die Wischfunktion für einen Großteil der mehr als 40 Millionen Konten entfallen. Oder wie Herd es bei der Vorstellung formulierte: „Wir werden dem Swipe Goodbye sagen.“

Kern der Neuausrichtung ist der Assistent „Bee“. Dieses System soll mithilfe persönlicher Angaben herausfinden, was Nutzerinnen und Nutzer wirklich suchen. „Bee“ fragt unter anderem nach Werten, Beziehungenserwartungen und Vorstellungen vom passenden Gegenüber. Aus diesen Daten erstellt das System dann Vorschläge und trifft gewisse Vorauswahlen.

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Im Netz waren die Reaktionen auf die angekündigten Veränderungen verhalten bis höhnisch. „Man muss kein Interesse mehr zeigen. Die Maschine bestimmt für dich, ob du Interesse hast“, lautete nur ein sarkastischer Kommentar unter einem Artikel zu Bumble-Ankündigungen auf dem Portal „Reddit“. Ein weiterer Nutzer meinte: „Und das ist das Zeichen für mich, die App von meinem Telefon zu löschen.“