Urlauber und Geschäftsreisende müssen voraussichtlich mit höheren Kosten rechnen. Die größte Billigairline in Europa rechnet wegen des Iran-Kriegs mit steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Als Kostenpunkte nennt die Fluggesellschaft aus Dublin Kerosin, Personal und Flugzeugwartung.

Ryanair-Gewinn: Prognose fällt wegen globaler Risiken schwer

Das letzte Geschäftsjahr von Ryanair endete im März dieses Jahres. Bis zu diesem Zeitpunkt flog das irische Unternehmen einen überraschenden Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O‘Leary jedoch nicht nennen – obwohl die Gesellschaft ihre Treibstoffkosten schon zu 80 Prozent abgesichert hat.

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Es sei noch viel zu früh, um eine aussagekräftige Gewinnprognose abzugeben, erklärte O‘Leary. Wie das Geschäftsjahr ausgehe, hänge stark von externen Entwicklungen ab, darunter die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hinzu kommen Risiken für die Kerosinversorgung und lang andauernde hohe Treibstoffpreise für den nicht abgesicherten Bedarf. O‘Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine klarere Einschätzung abgeben zu können.

Fluggesellschaft wehrt sich gegen Geldstrafe

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Ryanair den Umsatz durch mehr Passagiere und höhere Ticketpreise um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Der Überschuss stieg sogar um gut ein Drittel auf fast 2,2 Milliarden Euro. Wenn man eine verbuchte Strafzahlung in Italien herausrechnet, lag der Gewinn von 2,26 Milliarden immer noch höher als von Analysten im Schnitt erwartet. Ryanair wehrt sich weiterhin gegen die von Italiens Wettbewerbsbehörde verhängte Geldstrafe und hat nur ein Drittel der geforderten Summe als Sondereffekt verbucht.