Der weiter schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt bei vielen Deutschen für Verhaltensänderungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox, die dieser Redaktion exklusiv vorliegt. Besonders verbreitet sind demnach einfache Einsparungen im Alltag, bei der generellen Abkehr von fossilen Brennstoffen bleibt ein Großteil aber bisher noch zögerlich.
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Den Ergebnissen zufolge geben gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) an, aufgrund der gestiegenen Kosten bewusster mit Energie umzugehen. Davon vermeiden 56 Prozent den Stand-by-Betrieb technischer Geräte, 52 Prozent reduzieren gezielt ihren Stromverbrauch. 55 Prozent drehen die Heizung herunter, 47 Prozent sparen beim Warmwasser, und auch beim Verkehr zeigt sich ein Effekt: 48 Prozent lassen laut der Befragung wegen hoher Spritpreise häufiger das Auto stehen. Stattdessen steigen viele Deutsche öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder nutzen häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).
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Iran-Krieg: Viele Deutsche geben an, bereits sparsam gewesen zu sein
Gut ein Viertel (27 Prozent) spart nach eigenen Angaben hingegen keine Energie ein. Als Hauptgrund nennt die Mehrheit (52 Prozent) dieser Gruppe, bereits zuvor sparsam gewesen zu sein und kein weiteres Einsparpotenzial zu sehen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung bei den 70- bis 79-Jährigen (65 Prozent). Weitere 22 Prozent derjenigen, die keine Energie einsparen, spüren die gestiegenen Energiekosten zwar im Geldbeutel, empfinden das aber als finanziell verkraftbar. Rund 18 Prozent möchten ihre Alltagsgewohnheiten grundsätzlich nicht ändern; ebenso viele geben an, die höheren Energiekosten kaum zu bemerken.
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Sich grundsätzlich von fossilen Brennstoffen abzukehren, ist für viele Deutsche aber derzeit noch keine Option. Zwar hat knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) bereits Maßnahmen ergriffen und weitere 38 Prozent planen entsprechende Schritte, dennoch bleibt mit 40 Prozent eine große Gruppe bislang passiv – trotz steigender Energiekosten und politischer Debatten über Versorgungssicherheit.

Iran-Krieg: Wer fossile Energie nicht mehr will, setzt auch auf Solar
Wenn bereits gehandelt wurde, stehen Energiesparmaßnahmen (48 Prozent) und die Nutzung von Sonnenenergie (68 Prozent) im Fokus. Deutlich seltener wurden aufwendigere Investitionen wie Gebäudedämmung (26 Prozent), moderne Heizsysteme (19 Prozent) oder der Umstieg auf ein Elektroauto (22 Prozent) umgesetzt.

Ähnlich ist das Bild bei denjenigen, die künftig unabhängiger von fossilen Energien werden möchten. Auch hier setzen viele zunächst auf Verbrauchsreduktion (49 Prozent) und Solarlösungen (46 Prozent). Größere strukturelle Veränderungen, wie beispielsweise ein neues Heizsystem (16 Prozent) oder eine Gebäudedämmung (13 Prozent), kommen für viele offenbar weniger infrage.
Iran-Krieg: Die Bundesregierung versucht, mit dem Tankrabatt zu helfen
„Die gestiegenen Kosten infolge des Iran-Krieges führen bei einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland zum sparsameren Umgang mit Energie. Hier überwiegen konkrete, kurzfristige Sparmaßnahmen. Bei der generellen Abkehr von teurer fossiler Energie liegen die Hürden ungleich höher. Immerhin: Ein Drittel der Befragten plant, sich in Zukunft unabhängiger von fossiler Energie zu machen“, sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, zu dieser Redaktion.
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Nach Beginn des Angriffs der USA auf den Iran waren in Deutschland vor allem die Energiepreise sprunghaft angestiegen. An der Zapfsäule hatte die Bundesregierung versucht, den Preissprung mithilfe des Tankrabatts abzufedern.
Die Umfrage wurde laut Verivox vom Marktforschungsinstitut Innofact im April 2026 online durchgeführt. Befragt wurden 1013 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ.








