Nationalparks, Roadtrips, New York – das Sehnsuchtsland USA hat seine Strahlkraft nicht verloren. Aber wer drüben Urlaub machen will, kommt um diese Fragen nicht herum: Was kostet der Flug? Und was erwartet mich an der Grenze?
Kerosinpreise steigen: Airlines planen höhere Ticketkosten
Wer in diesem Sommer über den Atlantik fliegen will, sollte den Ticketpreis im Blick behalten. Der Krieg im Iran treibt die Ölpreise nach oben – und damit auch den Preis für Kerosin, der inzwischen den höchsten Stand seit 2022 erreicht hat. Kerosin macht etwa 40 Prozent der Betriebskosten einer Fluggesellschaft aus. Erste Airlines haben deshalb angekündigt, Treibstoffzuschläge einzuführen oder bestehende zu erhöhen.
Passagiere der Lufthansa sollen vorerst nicht betroffen sein. Der Konzern hat sich durch langfristige Preissicherungsverträge auf Kerosin gegen Marktschwankungen abgeschirmt. Wie lange dieser Schutz trägt, hängt davon ab, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt.
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Einreise in die USA: So gelingt der ESTA-Antrag
Deutsche Staatsangehörige können weiterhin ohne Visum in die USA reisen, sondern benötigen nur eine gültige ESTA-Genehmigung. Dafür benötigt man einen elektronischen Reisepass. Den kann man an dem kleinen Chip-Logo unten auf der Vorderseite seines Passes erkennen. Die ESTA-Genehmigung wird online auf der Website des US-Heimatschutzministeriums gestellt und gilt nach Bewilligung zwei Jahre und erlaubt mehrere Einreisen. Das Ganze kostet dann 40 Dollar (ca. 35 Euro). Hier ist es wichtig, keine Drittanbieter zu verwenden, da diese oft den Preis erhöhen. Die Behörden empfehlen, den Antrag spätestens 72 Stunden vor Abreise zu stellen, wobei es immer besser ist, so früh wie möglich zu handeln.
Wer die Chancen auf eine reibungslose Genehmigung verbessern möchte, sollte einen konkreten Reiseanlass haben. Die US-amerikanische Anwältin für Einwanderungsrecht Ana Gabriela Urizar empfiehlt im Gespräch mit dieser Redaktion: „Am besten ein bestimmtes Ereignis angeben, wie ein Konzert oder eine Hochzeit. Dann kann man eine Einladung oder ein Ticket vorlegen. So lässt sich glaubhaft belegen, dass der Aufenthalt zeitlich begrenzt ist.“

Urizar empfiehlt ebenfalls, einen sogenannten FOIA-Antrag im Netz zu stellen – vor allem, wenn man schon einmal in den USA war. FOIA steht für „Freedom of Information Act“, ein US-Bundesgesetz, welches jedem – auch Ausländern – das Recht gibt, die Daten kostenlos einzusehen, die von den US-Behörden über die eigene Person gespeichert sind. „Wenn man zum Beispiel vor einigen Jahren mit einem ESTA eingereist ist und nicht mehr weiß, was man damals im Fragebogen angegeben hat, kann man das nachschlagen. So lassen sich Widersprüche vermeiden“, so Urizar.
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US-Einreise: „An der US-Grenze gibt es kein Recht auf Privatsphäre“
Es gibt allerdings einen Haken: ESTA garantierte noch nie eine Einreise, wie Urizar erklärt: „Der Beamte an der Grenze kann jedem die Einreise verweigern. Er hat die volle Entscheidungsgewalt. Das kann frustrierend sein, weil es schwer vorherzusagen und schlecht nachvollziehbar ist. Es ist eine Frage des Zufalls, an welchen Beamten man gerät.“ Daher rät sie, in der Interaktion mit dem Beamten ruhig zu bleiben, die Fragen präzise zu beantworten und keine Information freiwillig preiszugeben. Eine Telefonnummer eines Familienmitglieds auswendig zu kennen, sei ebenfalls sinnvoll, falls man länger an der Grenze feststeckt. Was jedenfalls feststeht: Auf lange Warteschlangen an der Grenze und eine längere Befragung muss man gefasst sein.
Noch ist die Angabe von Social-Media-Profilen für Touristen aus Europa freiwillig. Die Trump-Regierung hat jedoch angekündigt, das ESTA-Formular zu erweitern: Künftig sollen Reisende alle Social-Media-Konten der vergangenen fünf Jahre verpflichtend angeben müssen – dazu Telefonnummern, frühere E-Mail-Adressen und biometrische Daten. Wonach genau die US-Regierung Ausschau hält, ist unklar. „Die Regierung hat sehr wenige Angaben dazu gemacht. Es bleibt eine Frage der Auslegung. Ein Aspekt ist die Zensur amerikanischer Stimmen. Wer etwa öffentlich ein Mitglied der US-Regierung korrigiert, könnte damit Probleme bekommen. Außerdem suchen sie nach Aufrufen zu Gewalt und Terrorismus, aber das sollte für die allermeisten Leute nicht zutreffen.“

Wann genau die Neuregelung in Kraft tritt, steht bisher auch nicht fest. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat die Pläne der US-Regierung als besorgniserregend eingestuft. Für ein Visum für einen längeren Aufenthalt, wie beispielweise aus beruflichen Gründen oder für das Studium, sind diese Angaben bereits verpflichtend. Hier merkt Urizar an, dass man davon ausgehen kann, dass der Antrag abgelehnt wird, wenn man etwa ein privates Instagram-Profil hat, da es für die Behörde nicht einsehbar ist.
Wenn der Beamte an der Grenze das Handy dennoch inspizieren möchte, gibt es eigentlich keinen Weg, dies abzulehnen und trotzdem die Grenze zu passieren. Die US-amerikanische Grenzschutzbehörde betont allerdings, dass dies nur äußerst selten vorkommt. Wer sensible Inhalte auf dem Handy hat, kann sie allerdings vor der Einreise entfernen. Was der Beamte nicht sieht, kann nicht gegen einen verwendet werden. Urizar fasst die Lage so zusammen: „Die offizielle Linie ist, dass die Einreise in die Vereinigten Staaten ein hohes Privileg darstellt. Und die Regeln der Einreise muss man einhalten. An der US-Grenze gibt es kein Recht auf Privatsphäre.“

Nationalparks USA: Für Ausländer steigen die Eintrittspreise deutlich
Ein Aspekt ist besonders wichtig für Wanderer und Naturfans, die Nationalparks wie den Grand Canyon oder Yosemite besuchen wollen. Seit Anfang dieses Jahres muss man hier tiefer in die Tasche greifen. Der „America the Beautiful“-Jahrespass, der Zugang zu über 2000 Bundesschutzgebieten gewährt, kostet für ausländische Besucher nun 250 Dollar – mehr als dreimal so viel wie bisher. Für US-Bürger bleibt er bei 80 Dollar. Wer keinen Jahrespass kauft, zahlt an elf der meistbesuchten Parks zusätzlich 100 Dollar pro Person ab 16 Jahren auf den ohnehin fälligen Eintritt obendrauf. Der kostenfreie Eintritt an bestimmten Feiertagen gilt ebenfalls nur noch für Amerikaner.
Für Reisende, die mehrere Parks auf der Agenda haben, lohnt der 250-Dollar-Pass trotzdem: Schon beim Besuch von zwei dieser elf Parks mit zwei Erwachsenen rechnet er sich. Wer nur einen einzelnen Park besucht und allein reist, zahlt ohne Pass weniger. Es lohnt sich also, die Route vorab durchzurechnen.








