Die Nacht zwischen Silvester und Neujahr ist wohl eine der meistdiskutiertesten des Jahres, denn das Thema Feuerwerk erhitzt die Gemüter immer wieder aufs Neue. Einerseits hat der Jahreswechsel 2024/2025 der Feuerwerksbranche einen Rekordumsatz von 197 Millionen Euro beschert, andererseits haben rund 2,3 Millionen Menschen die Petition „Bundesweites Böllerverbot, jetzt!“ der Gewerkschaft der Polizei Berlin unterzeichnet.

Umfragen tendieren zu Verbot von privatem Feuerwerk

Einer „Stern“-Umfrage aus dem Sommer dieses Jahres zufolge sprechen sich 59 Prozent der Deutschen für ein Verbot von privaten Knallereien an Silvester aus. Die Nachfrage nach Raketen, Batterien und Böllern steigt aber seit dem zweijährigen Verbot von Silvester-Feuerwerk, das während der Pandemie galt, kontinuierlich. Unabhängig von der Verbotsdebatte, könnte man in Zeiten starker Inflation auch hinterfragen, ob ein Feuerwerk überhaupt noch bezahlbar ist.

Seit Montag kann man bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. unter anderem wieder zwischen einfachen Raketen und Batterien mit weit über 100 Schüssen auswählen – die meisten von ihnen sind nach wenigen Sekunden des Abbrennens wieder verschwunden. Was würde es also kosten, wenn man ein zehn-, 20- oder sogar 30-minütiges privates Feuerwerk mit Feuerwerksartikeln aus den Supermärkten veranstalten würde?

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Silvesternacht: Viel Geld für ein paar Minuten

Der Artikel „Valhalla“ vom Hersteller „Weco“ im Prospekt von Aldi Nord ist der mit der längsten Brenndauer. Für 29,99 Euro gibt es die Batterie mit 131 Schuss, die 110 Sekunden lang halten soll. Um sich dieses Feuerwerk zehn Minuten lang ansehen zu können, müsste man knapp 164 Euro ausgeben – für 20 Minuten 327 Euro und für 30 Minuten 490 Euro. Der preiswerteste Artikel in demselben Prospekt ist der „Hot Rock“: Für 1,99 Euro sieht man 20 Sekunden lang 16 Schuss. Für ein zehnminütiges Feuerwerk müsste man 59,70 Euro zahlen, für 20 Minuten 119,40 Euro und für 30 Minuten 179,10 Euro.

Für diejenigen, die ihr Feuerwerk lieber am Boden sehen möchten, gibt es in den Aldi-Filialen den „Magma Monster“-Vulkan. Für 7,49 Euro gibt es 50 Sekunden lang einen Effekt zu sehen. Eine zehnminütige Darbietung würde 89,88 Euro kosten, für 20 Minuten würde man 179,76 Euro und für 30 Minuten würde man 269,64 Euro zahlen.

Deftige Preise im Supermarkt und beim Hersteller vor Ort

Bei Lidl gibt es die Fontänen-Batterie „Lucky No.7“ für jeweils 7,99 Euro mit einer Brenndauer von 200 Sekunden: Für ein zehnminütiges Feuerwerk müsste man also 23,97 Euro zahlen, für 20 Minuten 47,94 Euro und für 30 Minuten 71,91 Euro. Die Fächerbatterie „Neon Knight“ ist mit 86 Schuss und einer Brenndauer von etwa 99 Sekunden für 89,99 Euro das teuerste Produkt in dem Prospekt. Eine zehnminütige Feuerwerksshow würde mit ihr 545,39 Euro kosten, 20 Minuten bereits 1091 Euro und für eine halbe Stunde müsste man 1636 Euro bezahlen.

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Aber nicht nur in den Supermärkten kann man sich für die Silvesternacht ausstatten: Bei den Herstellern kann direkt vor Ort aus dem Angebot ausgewählt werden. Bei „Weco“ gibt es unter anderem den „Top Scorer“, der 128 Schuss in 120 Sekunden für 59 Euro abgibt. Umgerechnet auf eine zehnminütige Vorführung liegen die Kosten bei 177 Euro, für 20 Minuten bei 354 Euro sowie für 30 Minuten bei 531 Euro.